Politik & Regulierung

Schadenfall Loveparade: Gericht stellt Verfahren gegen sieben von zehn Angeklagten ein

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die juristische Aufarbeitung der Loveparade-Katasrophe von Duisburg im Jahr 2010 für einige Beteiligte ein vorläufiges Ende gefunden. So hat das Landgericht Düsseldorf das Verfahren gegen sieben der zehn Angeklagten eingestellt. Die verbliebenen drei Mitarbeiter hatten Medienberichten zufolge eine Einstellung - in ihrem Fall gegen Geldauflagen - abgelehnt. Hintergrund ist die drohende Verjährung im Juli 2020.
Bei den genannten sieben handelt es sich um die sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg sowie einen Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent. Die drei verbliebenen Angeklagten sind ebenfalls Mitarbeiter von Lopavent. Diese hatten eine Einstellung des Verfahrens gegen die Zahlung von 10.000 Euro abgelehnt und hoffen vielmehr darauf, dass im Prozess ihre Unschuld bewiesen wird. Zudem hoffen diese auf eine mögliche Verjährung zum 24. Juli 2020. Wird der Prozess bis dahin nicht abgeschlossen, endet er ohne Urteil oder Auflagen. Bei dem Unglück im Juli 2010 starben 21 Menschen und es gab 652 Verletzte. 
Der Veranstalter und Unternehmer Rainer Schaller, unter anderem McFit, hat die Loveparade für 7,5 Mio. Euro bei der Axa versichert, meldete der Spiegel bereits vor Jahren. Übersteigen die Schäden diese Summer müsste er privat für die Schäden aufkommen. Die Axa Deutschland betonte bereits vor einigen Wochen auf Anfrage von VWheute: "Wir haben die Ansprüche immer schon so reguliert, als sei eine Verantwortlichkeit bereits festgestellt. Bei der Frage der Regulierung der Ansprüche ist der Ausgang des Strafverfahrens für uns daher nicht von Bedeutung."
Loveparade
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