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Schlaglicht

Gute Zeiten: Munich Re streicht ordentlichen Gewinn ein und zeigt sich spendabel

Von Alexander KasparTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Nach dem "Katastrophen-Jahr" von 2017 meldet sich der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück für 2018 wieder zurück in der Erfolgsspur: Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Nettogewinn von fast 2,3 Mrd. Euro erwirtschaftet. Auch die weiteren Kennzahlen des Unternehmens deuten auf eine klare Erholung hin. Im Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit wurde das Jahresziel mit 548 Mio. Euro deutlich übertroffen und Sorgenkind Ergo erreicht ein Jahresergebnis von 412 Mio. Euro. Gleichzeitig präsentierten sich die Märkte bei den Erneuerungsrunden im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Das überraschend starke Ergebnis der Münchener Rück erreichte das Management um CEO Joachim Wenning trotz hoher Großschäden 2018. So konnten weder Taifun "Jebi" in Japan noch die Waldbrände in Californien die Bilanz verhageln. Unterstützt wird das gute Ergebnis auch von Ergo, der Erstversicherungstochter der Münchener, wo Vorstandschef Markus Rieß endlich die ersten Früchte seiner Arbeit ernten darf. Dessen Sanierungsprogramm läuft allerdings noch bis 2020. "Wir sind weiterhin gut unterwegs, unser Ziel auch zu erreichen" sagte Finanzchef Christoph Jurecka, der seine Position Anfang des Jahres vom langjährigen CFO Jörg Schneider übernommen hatte, bei der Präsentation des jüngsten Zahlenwerks. Für 2019 wird ein Überschuss von 2,6 Mrd. Euro erwartet und für 2020 hat sich der Vorstand sogar 2,8 Mrd. Euro vorgenommen.

Helfen könnte hier der Umstand, dass in 2018 für Großschäden mit 2,5 Mrd. Euro nur halb so viel Geld aufgewändet wurde wie noch im Jahr zuvor, "Jebi" und die Waldbrände kosteten das Unternehmen zusammen rund 870 Mio. Euro. Dennoch sind die Preise für im Rahmen der Erneuerungsrunden im Vergleich zum Vorjahr einigermaßen stabil geblieben sagte Rückversicherungsvorstand Torsten Jeworrek in der Telefonkonferenz. Für die nächsten Runden, wenn das Katastrophengeschäft zur Neuverhandlung ansteht erwartet Jeworrek jedoch einen deutlichen Preisanstieg.

Mit 99,4 Prozent rangiert die kombinierte Schaden-Kosten-Quote auch wieder unter der 100-Prozent-Marke, die im Jahr zuvor noch bei 114,1 Prozent lag. Freuen dürfen sich einmal mehr auch die Aktionäre. Traditionell wird wieder die Dividende erhöht und zwar deutlich stärker als Analysten im Vorfeld erwartet hatten: Von 8,60 Euro auf inzwischen 9,25 Euro. Daraufhin setzte sich die Aktie der Münchener Rück im Dax an die Spitze der Tagesgewinner und markierte zwischenzeitlich über der Marke von 200 Euro. Christoph Jurecka kündigte für das laufende Jahr 2019 ein weiteres Aktienrückkaufprogramm an, auch das hat mittlerweile Tradition in der Königinstr. am Englischen Garten in München.
Munich Re · Rückversicherer
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