Konzernsitz der Provinzial Nordwest in Münster
Konzernsitz der Provinzial Nordwest in MünsterQuelle: Provinzial Nordwest
Unternehmen & Management

Provinzial Nordwest legt bei den Prämien zu

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Provinzial Nordwest zeigt sich mit der Geschäfzsbilanz 2018 in Summe zufrieden. Trotz einer hohen Schadenbelastung durch Orkantief "Friedrike" legte der öffentliche Versicherer bei den Prämieneinnahmen deutlich zu. Auch das Neugeschäft in der Lebensparte legte deutlich zu.
Demnach legte die Provinzial Nordwest bei den Beitragseinnahmen im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent auf rund 3,4 Mrd. Euro zu. Allein in der Kompositsparte stiegen die Prämien um 3,1 Prozent auf 1,95 Mrd. Euro (2017: 1,89 Mrd.). In der Lebensparte verzeichnete der öffentliche Versicherer dank eines guten Neugeschäfts (plus 11,2 Prozent) ein Beitragsplus von 4,1 Prozent auf rund 1,46 Mrd. Euro (2017: 1,41 Mrd.). Wachstumsmotor waren insbesondere die fondsgebundenen Lebensversicherungen, u. a. auch das fondsgebundene Riestergeschäft. Zuwächse konnten dabei sowohl bei den Produkten gegen Einmalbeitrag (plus 12,6 Prozent) als auch beim laufenden Neubeitrag (plus 2,2 Prozent) erzielt werden. 
Orkantief "Friederike" sorgte allerdings im Januar 2018 für rund 135.000 Schäden mit einem Schadenvolumen von rund 170 Mio. Euro. Dadurch erhöht sich die Combined Ratio für 2018 auf voraussichtlich 95 Prozent (2017: 87,4 Prozent). "Wir erwarten für das Geschäftsjahr trotz eines solch schadenintensiven regionalen Mega-Ereignisses mit dem Orkan Friederike ein ordentliches positives versicherungstechnisches Ergebnis. Dies zeigt erneut, dass die PNW sehr stabil und gesund dasteht", konstatiert Vorstandschef Wolfgang Breuer.
Gleichzeitig gab die Provinzial Nordwest den Abschluss ihres Strategieprogramms "NordWest 2018" bekannt. "Mit dem größten Strategieprogramm der Konzerngeschichte haben wir unsere Ausrichtung als Versicherer der Regionen nachhaltig gestärkt und schlanke Konzernprozesse mit einer standortübergreifenden digitalen Arbeitsorganisation etabliert", betont Breuer. Dabei habe man das "Nutzenpotential von 50 Mio. Euro pro Jahr vollumfänglich realisiert", heißt es weiter. Gleichzeitig kündigte Breuer bereits ein neues Strategieprogramm an: "Die Kundenerwartungen an Versicherer ändern sich rasant. Es ist keineswegs banal, sich als Unternehmen darauf vollumfänglich und mit aller Kraft einzustellen. In fünfzehn übergreifenden Themenfeldern werden wir konsequent alle Prozesse aus der Kundenperspektive auf den Prüfstand stellen, strukturelle Neuerungen, wie ein organisatorisch verankertes Kundenmanagement, etablieren und digitale Features wie zum Beispiel End2End Kundenreisen mit innovativen Technologien vorantreiben."
Provinzial Nordwest