Quelle: Axa Deutschland
Politik & Regulierung

Fibromyalgie-Erkrankter klagt BU-Police erfolgreich gegen Axa ein

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Berufsunfähigkeitspolice gehört zu den Versicherungszweigen, in denen am häufigsten geklagt wird, so der Glaube vieler Menschen. Dabei sind es meist Einzelfälle, die diese Perzeption füttern - wie dieser Fall. Das Landgericht Passau hat die Axa Versicherung zur Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente an einen Versicherungsnehmer verurteilt, nachdem der Versicherer zuvor die Berufsunfähigkeit ihres Versicherten bestritten hatte.

Die GDV-Statistik weist für das Jahr 2017 rund 4,47 Millionen BU-Hauptversicherungen sowie 12,3 Millionen Zusatzversicherungen aus. Laut Statistischem Bundesamt gibt es in gut 30 Prozent der Erwerbstätigen-Haushalte eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Mit knapp über 77 Prozent bewilligen die Versicherer einen Großteil der Leistungsanträge in der BU, lauten die offiziellen Zahlen des GDV. In der Tat zeigen Klagequoten, dass Zahlungsverweigerungen seitens der Versicherer deutlich seltener sind als viele vermuten.

 

Das Analysehaus PremiumCircle kam in einer Studie aus dem vergangenen Jahr jedoch zu dem Schluss, dass es oft einem Würfelspiel gleiche, ob ein  Berufsunfähigkeitsversicherer im Leistungsfall zahlt oder nicht. Kürzlich kam ein neuer Fall hinzu, bei dem ein Versicherungskunde seine Berufsunfähigkeit einklagen musste.

 

Der Klagende war bis zum Eintritt seiner Berufsunfähigkeit im Jahr 2012 IT-Consultant. Als er arbeitsunfähig erkrankte und ihm von seinem Arzt die Berufsunfähigkeit bestätigt wurde, wandte er sich an die Axa Versicherung und beantragte Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Versichererwies zunächst die Leistungspflicht zurück, gewährte dann aber im Rahmen einer Einigung eine vierjährige Zahlung in Höhe von circa ¾ der dem Versicherten zustehenden Berufsunfähigkeitsrente. Nach Ablauf dieser Frist beantragte der Versicherungsnehmer, der nach wie vor berufsunfähig war, auch weiterhin Leistungen. Dies lehnte die Axa allerdings mit der Begründung ab, dass die erforderliche 50 %-ige Berufsunfähigkeit des Versicherten nicht bestünde. Der Versicherungsnehmer klagte beim Landgericht Passau. Die Kammer ließ sich umfangreich die Berufstätigkeit des Klägers schildern und entschied dann, die Berufsunfähigkeit durch einen neutralen Sachverständigen prüfen zu lassen. Dieser wiederum gelangte nach Untersuchung des Klägers zu dem Ergebnis, dass dieser im geforderten Maße berufsunfähig ist.

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