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Axa: Babyboomer sind eine "verlorene Börsen-Generation"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Deutschen fremdeln auch weiterhin mit Aktien als Geldanlage. Laut einer aktuellen Untersuchung der Axa Deutschland sind gerade die sogenannten Babyboomer trotz ihre höheren Lebensalters und größeren Vermögens bei Finanzthemen kaum besser informiert als die jüngere Bevölkerung. Auch regional gebe es erhebliche Unterschiede.
Demnach erarchten die Bundesbürger als optimale Anlagedauer für Aktien einen Zeitraum von lediglich 28 Monate an. Selbst bei den 50- bis 64-Jährigen sei es laut Axa-Studie mit 31 Monaten kaum mehr. Zudem könne mehr als die Hälfte dieser Babyboomer (54 Prozent) keine Einschätzung abgeben, welche Rendite sie bei einer Geldanlage über fünf Jahre erwarten (Gesamtbevölkerung: 56 Prozent). Zudem glauben von den geburtenstärksten Jahrgängen auch nur 26 Prozent, dass Aktien oder Aktienfonds langfristig die beste Anlage zum Vermögensaufbau sind. Und jeder zweite der Babyboomer (52 Prozent) wie auch in der Gesamtbevölkerung (53 Prozent) wäre nur dann zu einem Aktieninvestment bereit, wenn er eine Garantie auf sein eingesetztes Kapital bekommen würde.
"Die 50- bis 64-Jährigen besitzen in Deutschland den weitaus größten Teil aller Spareinlagen. Ihr geringes Börsen-Interesse kann daher auch erklären, warum es in Deutschland, verglichen mit anderen Ländern, so wenig Aktienbesitz gibt. Die Babyboomer als angehende nächste Rentnergeneration drohen damit zu einer 'verlorenen Börsengeneration' zu werden. Gerade hier sehen wir einen hohen Bedarf an qualifizierter und individueller Beratung.
Thilo Schumacher, Vorstand Personenversicherung bei der Axa Konzern AG
Auch bei der Frage nach der aktuellen Inflationsrate scheinen die Bundesbürger laut Umfrage nicht besonders gut informiert zu sein. Mehr als die Hälfte der Deutschen (55 Prozent) kann auf diese Frage keinerlei Einschätzung abgeben. Es gibt aber deutliche Unterschiede. Auffallend ist der höhere Anteil unter Frauen (62 Prozent) als unter Männern (48 Prozent). Größer noch ist die Differenz bei unterschiedlichem Vermögen. Von den Deutschen, die 50.000 Euro und mehr besitzen, können 34 Prozent eine Angabe machen, die größtenteils auch stimmt. Bei denen mit geringerem Vermögen liegt der Anteil ohne Einschätzung dagegen fast doppelt so hoch mit 60 Prozent. Lediglich die Besitzer von Aktien machen laut Axa hier eine Ausnahme. Lediglich 29 Prozent trauen sich demnach keine Einschätzung zur Höhe der Inflationsrate zu. Das Schlusslicht bilden die 18- bis 24-Jährigen. Hier sind es 74 Prozent, die keine Einschätzung zur Inflationsrate abgeben können.
Das größte Interesse am Börsengeschehen zeigen laut Axa-Umfrage indes die Bundesbürger in Schleswig-Holstein. Fast 49 Prozent der Befragten im nördlichsten deutschen Bundesland finden es "hochinteressant", Geld an der Börse anzulegen. Nur sieben Prozent finden dies indes unseriös. Mehr als dreimal so häufig werden Börsenanlagen dagegen von Brandenburgern als unseriös bezeichnet (24 Prozent). Zugleich verbindet man in Brandenburg aber auch stärker als in jedem anderen Bundesland die Börse mit "unkontrollierbaren Risiken" (69 Prozent, Bundesschnitt: 56 Prozent). Das geringste Interesse an Aktien besteht hingegen in 

besteht in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Auch hier interessant: In keinem anderen Bundesland wird die beste Dauer für ein Börseninvestment so kurz mit nur 22 Monaten angegeben wie in Thüringen. Lediglich Brandenburger machen mit 22,5 Monaten eine ähnlich kurze Angabe.

"Die Deutschen haben ein gespaltenes Verhältnis zur Geldanlage am Kapitalmarkt. Kurzfristig an der Börse zu spekulieren, wird als interessant empfunden. Gerade aber für die angehende nächste Rentner-Generation sind langfristige Anlagen am Kapitalmarkt entscheidend, damit sie im Ruhestand - neben der gesetzlichen Rente -  auskömmliche Einkünfte haben", resümiert Axa-Vorstand Schumacher.
Axa Deutschland · Aktien · Babyboomer
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