Weißes Haus in Washington
Weißes Haus in WashingtonQuelle: Linda Dahrmann / PIXELIO (www.pixelio.de)
Politik & Regulierung

Shutdown in den USA verursacht immer höhere Schäden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Shutdown in den USA wird immer mehr zu einem Problem für die heimische Wirtschaft. So erhalten nicht nur die Staatsbediensteten sein 22. Dezember 2018 kein Gehalt mehr. Nach Berechnungen der Ratingagentur Standard & Poor's sind der US-Wirtschaft mittlerweile rund 2,5 Mrd. US-Dollar entgangen. Auch die Versicherungsbranche ist bereits von der Haushaltssperre betroffen.
"Das ist Futter für eine Rezession", wird Moody's-Chefvolkswirt Mark Zandi bei ARD Börse zitiert. Jamie Dimon, Vorstandschef von JPMorgan, läutetet jüngst ebenfalls die Alarmglocken: "Sollte die Haushaltssperre das gesamte erste Quartal über andauern, fällt die Wachstumsrate auf Null". Zwar sind von der Haushaltssperre zunächst nur ein Viertel des US-Regierungsappararts (rund 800.000 Angestellte). Allerdings bekommt auch die Wirtschaft die Folgen immer deutlicher zu spüren. Besonders betroffen sind demnach die privaten Zulieferer, Handwerker und anderen Vertragsfirmen, weil diese keine Aufträge und ebenfalls kein Geld mehr bekommen.
Selbst die Börsenaufsicht ist durch den Shutdon in ihrer Arbeit praktisch lahngelegt. So könnten unter anderem die geplanten Börsengänge von Uber und Lyft möglicherweise davon betroffen sein. Auch die Übernahme des Krankenversicherers Aetna durch die Apotheken-Kette CVS - immerhin 69 Mrd. US-Dolla schwer - könnte sich durch die Haushaltssperre verzögern, heißt es aus dem US-Justizministerium. Auch bei der Fusion der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile mit dem US-Mobilfunkanbieter steht bislang noch die Zustimmung durch die Kommunikationsaufsicht FCC noch aus.
Die längsten Shutdowns in der US-Geschichte seit 1976. (Stand: 23.01.2019)
Die längsten Shutdowns in der US-Geschichte seit 1976. (Stand: 23.01.2019)Quelle: Statista
Mittlerweile zieht sich der Shutdown mehr als 30 Tage hin - mit einem zumindest vorläufigen Ende. Grund dafür ist der Streit zwischen den Republikanern und Demokraten um eine 5,7 Mrd. US-Dollar teure Grenzmauer zu Mexiko. Damit hat US-Präsident Donald Trump den Regierungsapparat nun bereits zum dritten Mal lahmgelegt.
Am Wochenende dann das - zumindest vorläufige Ende. Am Freitag verkündete US-Präsident eine zwischenzeitliche Einigung mit den Demokraten. Demnach soll die Regierung die Arbeit zunächst für drei Wochen bis zum 15. Februar. In dieser Zeit sollen beide Seiten in gemeinsamen Treffen Lösungen für die nationale Sicherheit erarbeiten. Allerdings: Sollte es nach den Worten Trumps keinen "fairen Deal" geben, droht ein neuer Shutdown.
Shutdown · USA · Haushaltssperre
Auch interessant
Zurück
12.03.2019VWheute
Eber­hard verur­sacht erheb­liche Schäden – Schät­zungen von 500 bis 800 Millionen Euro "Ich liebe den Sturm und fürchte die Stille", erklärte …
Eber­hard verur­sacht erheb­liche Schäden – Schät­zungen von 500 bis 800 Millionen Euro
"Ich liebe den Sturm und fürchte die Stille", erklärte Christina von Schweden, Königin von Schweden im 17. Jahrhundert. Als Monarchin ist sie auch nicht für die Begleichung und Bearbeitung der…
12.03.2019VWheute
DKV-Chef: "Kunden möchten nicht über­wacht werden" "Unsere Tarife sind risikogerecht und nachhaltig. Jeder PKV-Kunde entlastet mit seiner …
DKV-Chef: "Kunden möchten nicht über­wacht werden"
"Unsere Tarife sind risikogerecht und nachhaltig. Jeder PKV-Kunde entlastet mit seiner Altersrückstellung unsere Kinder und Enkel", glaubt Clemens Muth, Vorstandsvorsitzender DKV. Im Interview mit VWheute spricht er übe…
07.03.2019VWheute
MSK: Sturm "Bennet" verur­sacht Schäden über 200 Mio. Euro Pünktlich zum Rosenmontag hat Sturmtief "Bennet" in Deutschland für erhebliche Schäden …
MSK: Sturm "Bennet" verur­sacht Schäden über 200 Mio. Euro
Pünktlich zum Rosenmontag hat Sturmtief "Bennet" in Deutschland für erhebliche Schäden gesorgt. So mussten in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg mussten mehrere Umzüge abgesagt werden. Die größten Umzüge in Köln, …
01.02.2019VWheute
Eber­hard Faust: "Versi­cherer können sich dem Klima­wandel anpassen" Extreme Wetterlagen als Folge des Klimawandels kommen die Versicherer zunehnemd …
Eber­hard Faust: "Versi­cherer können sich dem Klima­wandel anpassen"
Extreme Wetterlagen als Folge des Klimawandels kommen die Versicherer zunehnemd teuer zu stehen. Doch wie können diese sich auf die klimatischen Veränderungen einstellen? "Risiken verändern sich nicht in großen…
Weiter