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DAI: Rendite-Dreieck für 50 Jahre Aktienanlage

Von Sabine T. RuhTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Anleger sollten sich von dem Kursrückgang an der Börse nicht nervös machen lassen, denn langfristig waren und sind Aktien eine attraktive Geldanlage mit beherrschbarem Risiko.“ Das ist die "Botschaft des Deutschen Aktieninstituts, das wie jährlich im Januar aktuell das Rendite-Dreieck veröffentlicht.  

"Auch wenn 2018 mit einem Minus von 18,3 Prozent kein gutes Jahr für die Aktienanlage im Deutschen Aktienindex war, ist es jetzt wichtig, dass die Anleger trotz des Rückschlags an der Börse die Nerven behalten", betont Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts, bei der Veröffentlichung. Es gäbe auch keinen Grund, nervös zu werden. "Wer sich unsere Rendite-Dreiecke ansieht, wird feststellen, dass Anleger, die langfristig in Aktien investiert waren, bisher noch jedes Börsentief aussitzen und attraktive Renditen aus Aktienkursen und Dividendenzahlungen erzielen konnten", unterstreicht sie. "Aktien sind und bleiben eine attraktive Anlageform für den langfristigen Vermögensaufbau und die Altersvorsorge."

14 Verlustjahre versus 36 Gewinnjahre

50 Jahre bildet das Rendite-Dreieck mittlerweile ab. Die überwiegende Anzahl der Jahre – exakt 36 – konnten mit positiven Renditen abgeschlossen werden. Diese lagen gelegentlich im sehr niedrigen einstelligen Bereich – aber auch mehrfach bei hohen 30 oder gar 40 Prozent. Umgekehrt lagen die Minusrenditen vergleichbar zwischen 2,1 und 43,9 Prozent.

Dazu ein Zahlenbeispiel des Aktieninstituts: So erbrachte beispielsweise ein breit gestreutes Aktienportfolio im Dax bei einer Einmalanlage und einem 20-jährigen Anlagehorizont historisch im Mittel 8,9 Prozent Rendite pro Jahr. Dabei lag im ungünstigsten Fall die Wertentwicklung aus Kursgewinnen und Dividenden bei jährlich 3,8 Prozent und im besten bei 15,2 Prozent.

"Mit einer breiten Streuung, einer langfristigen Perspektive und Kontinuität lassen sich Risiken am Aktienmarkt beherrschen", erklärt Bortenlänger die Voraussetzungen für den Anlageerfolg. "Außerdem sollten Anleger natürlich nicht nur in Aktien sparen, sondern stets auch über liquide Mittel aus anderen Anlageformen verfügen, um einen Kursrückschlag aussitzen zu können". Wer diese einfachen Regeln befolge, könne auch in Aktien investieren und ohne größeren Aufwand sogar mit übersichtlichen monatlichen Anlagebeträgen langfristig Kapital aufbauen.

Weitere Rendite-Dreiecke entwickelt

Um die Vorteile des Aktiensparens darzustellen, entwickelte das Aktieninstitut zudem in 2018 das Rendite-Dreieck für die monatliche Geldanlage, zurückgerechnet auf 1969. Hier zeigt sich, dass das letzte Jahr einen Verlust von 25,3 Prozent gebracht hätte – allerdings ein Ausnahmefall: Denn, so rechnen die Aktienexperten vor, hätte eine monatliche Geldanlage in Aktien von Ende 1990 bis Ende 2010 eine durchschnittliche Rendite von 6,8 Prozent erzielt. Daneben veröffentlicht das Deutsche Aktieninstitut ein weiteres Rendite-Dreieck, diesmal für den EuroStoxx - mit Zahlen seit 1987. Hier liegen zehn der 32 Jahre im negativen Bereich.

Anteil der Versicherungen

Aktuell repräsentieren die Unternehmen Allianz und Münchener Rück die Versicherungsbranche im Dax30. Die Allianz ist seit Anbeginn dabei, also seit 1988, Munich Re seit 1996. Die Hannover Rück war im Jahre 2009 für wenige Monate ebenfalls gelistet. Die beiden Münchener Versicherungskonzerne sind zudem im EuroStoxx50 vertreten.

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