Konzernsitz der Provinzial Rheinland
Konzernsitz der Provinzial RheinlandQuelle: Provinzial
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Sturmschäden belasten Geschäftsbilanz der Provinzial Rheinland

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Sturm- und Orkantiefs des vergangenen Jahres haben bei der Provinzial Rheinland für erhebliche Schadenbelastungen gesorgt. Wie der öffentliche Versicherer aus Düsseldorf mitteilt, verursachten allein "Burglind" und "Friederike" im Januar 2018 über 66.000 Schäden mit einem Gesamtschadenaufwand von etwa 81 Mio. Euro. Anfang Juni fiel Tief "Wilma" mit knapp 9.000 Schäden und etwa 22 Mio. Euro zu Buche.
Demnach geht die Provinzial Rheinland davon aus, dass die Combined Ratio für 2018 auf etwa 92 Prozent steigen wird. Zudem erwartet der Versicherer auf der Basis der vorläufigen Geschäftszahlen Prämieneinnahmen in Höhe von voraussichtlich 2,55 Mrd. Euro für die gesamte Unternehmensgruppe. Allein in der Kompositsparte rechnet der Konzern mit einem Beitragsplus vpn 4,9 Prozent auf etwa 1,57 Mrd. Euro. In der Lebensversicherung wurden nach vorläufigen Schätzungen knapp eine Milliarde Euro an Beitragseinnahmen erzielt.

"Plan P" erfüllt Zielvorgaben

Gleichzeitig sieht die Provinzial Rheinland die Zielvorgaben ihres Zukunftsprogrammes "Plan P" erfüllt. Demnach sollen bei den Personal- und Sachkosten bis 2020 rund 30 Mio. Euro eingespart werden. Ursprünglich waren 20 bis 25 Mio. Euro geplant. Zudem will der Versicherungskonzern nach eigener Aussage verstärkt auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz und mobilen Schnittstellen setzen. "Mit dem Geschäftsjahr 2018 können wir unter den gegebenen schwierigen Umständen sehr zufrieden sein. Mit dem, was wir zudem in unserem Zukunftsprogramm ´Plan P´ erreicht haben, gehen wir nun gestärkt in die nächsten Jahre", kommentiert Vorstandschef Patric Fedlmeier.
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