Bundesfinanzminister Olaf Scholz in Pekings mit Chinas Minister Song Tao
Bundesfinanzminister Olaf Scholz in Pekings mit Chinas Minister Song TaoQuelle: dpa
Politik & Regulierung

Finanzminister Scholz rührt in China die Werbetrommel für deutsche Versicherer

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Bundefinanzminister Olaf Scholz tourt zur Zeit durch China. Dabei rührt der SPD-Politiker im Reich der Mitte augenscheinlich auch kräftig die Werrbetrommel für Deutschlands Finanzbranche. Auf der Agenda stehen unter anderem drei Abkommen, mit denen die deutschen Banken und Versicherer einen besseren Zugang zum chinesischen Finanzmarkt erhalten sollen.
So ist ein Abkommen zwischen der Bafin sowie der chinesischen Banken- und Versicherungsaufsicht geplant, welches sich um Aufsichts- und Regulierungsfragen drehen soll. Dabei sollen etwa Eigenkapitalanforderungen keine Hürde mehr für die Gründung von Niederlassungen darstellen, heißt es in einem Bericht des Handelsblatt. In einem zweiten Abkommen soll der Handel chinesischer Wertpapiere durch deutsche Unternehmen erleichtert werden. Zudem soll laut Bericht ein Kooperationsvertrag zwischen der Bundesbank und der chinesischen Seite unterzeichnet werden. Das Ziel: "Die Abkommen sollen es ermöglichen, dass deutsche Finanzunternehmen in China wettbewerbsfähig sind und umgekehrt chinesische Institute in Deutschland", wird Finanzminister Scholz zitiert.
Angesichts des Handelsstreits zwischen den USA und China sowie des "Brexit" scheint der Zeitpunkt für eine Liberalisierung des Markzugangs im Reich der Mitte durchaus günstig zu sein. So darf die Allianz beispielsweise als erster deutscher Versicherer in China eine eigene Holding gründen, ohne dass ein chinesisches Unternehmen daran beteiligt ist. Dabei sprach Konzernchef Oliver Bäte von einem "signifikanten Meilenstein". Dabei geht er davon aus, dass die Allianz den China-Ableger im Laufe des Jahres 2019 aufbauen werde und in den kommenden zehn bis 14 Jahren von einem Marktwachstum von etwa 14 Prozent jährlich profitieren soll.
Olaf Scholz · China
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