Katastrophenhilfe der Bundeswehr: Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 Bad Reichenhall räumen das Dach der Grund- und Mittelschule Miesbach
Katastrophenhilfe der Bundeswehr: Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 Bad Reichenhall räumen das Dach der Grund- und Mittelschule MiesbachQuelle: Streitkräftebasis
Politik & Regulierung

Schnee-Chaos: Wiener Städtische rechnet mit fünf Mio. Euro Schäden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die extreme Schneesituation, die seit Anfang Januar in Deutschland und Österreich herrscht, verursacht Schäden in Millionenhöhe. Die Wiener Städtische Versicherung rechnet im Januar mit bis zu fünf Mio. Euro Schäden.  Damit übertreffe man alle Schäden der vergangenen zwölf Jahre in diesem Monat.

Angesichts der aktuellen Situation zieht die Wiener Städtische eine Parallele zu den extremen Winterschäden im Jahr 2006. Damals hat der östereichische Versicherer im Januar Schäden von mehr als vier Millionen Euro verzeichnet, insgesamt waren es im ganzen Winter 18 Mio. Euro. Bisher sei erst ein Bruchteil der Schäden gemeldet und gesichtet worden – "das wahre Ausmaß zeigt sich erst, wenn der Schnee wieder schmilzt", sagt Vorstandsdirektorin Doris Wendler. "Doch auch das Tauwetter selbst ist gefährlich - der Schnee wird nass und schwer, die Last auf den Dächern steigt."

 

Das Schneechaos im Süden Bayerns und in Teilen Österreichs setzt sich auch in dieser Woche fort. Nachdem die Behörden am Sonntag die Zufahrt zum Allgäuer Wintersportort Balderschwang wegen Lawinengefahr gesperrt hatten und dadurch mehr als 1.300 Menschen im Ort festsitzen, wurde dort am Morgen ein Hotel von einer Lawine getroffen. Am späten Sonntagabend verschüttete außerdem eine Lawine Teile der Bundesstraße 305 im Landkreis Berchtesgadener Land. Im österreichischen Bundesland Salzburg sind insgesamt rund 17.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Nach erneut kräftigen Schneefällen wurden mehr als 180 Straßen gesperrt. 

 

Bundesinnenminister Horst Seehofer machte sich am Montag ein Bild von dem seit Tagen andauernden Schneechaos in den Bayerischen Alpen. In den fünf oberbayerischen Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Traunstein, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Berchtesgadener Land gilt seit Tagen der Katastrophenfall - und der wird wohl zunächst bestehen bleiben.

 

Zwar sind die Menschen in dem südlichen Bundesland Schnee gewöhnt, es kommen aber verschiedene Faktoren zusammen, die die Situation zurzeit so riskant machen. "Das ist auf jeden Fall eine außergewöhnliche Wettersituation", sagt der DWD-Meteorologe Andreas Friedrich. Weil es in den vergangenen Tagen schneite, wärmer wurde, dadurch taute, regnete und dann die Temperaturen wieder fielen, hat der Schnee auf den Dächern in Oberbayern die Feuchtigkeit aufgesogen "wie ein Schwamm", sagt Friedrich.

wiener städtische · Schnee
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