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RatingQuelle: Stefanie Hofschläger / PIXELIO (www.pixelio.de)
Märkte & Vertrieb

Rating: BU-Tarife haben sich zu Hochleistungsprodukten entwickelt

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Berufsunfähigskeitsversicherungen zählen bekanntlich zu den wichtigsten Policen. Doch wer hat das beste Angebot im ganzen Land? Die Ratingagentur Franke & Bornberg hat insgesamt 265 Berufs- und Erwerbsunfähigkeitstarife nach neu definierten Kriterien untersucht. Das Ergebnis: 69 Tarife erhalten die Bestnotte FFF+.

So hat die Ratingagentur für das aktuelle BU-Produktrating 234 SBU-Tarife von 58 Gesellschaften nach 70 Kriterien untersucht. Das Ergebnis: 68 Tarife (29,1 Prozent) erreichen die Höchstwerrtung FFF+. Immerhin 60 Tarife (25,6 Prozent) erhalten von den Analysetn die Wertung FFF. Lediglich neun Anbieter (3,9 Prozent) finden sich in den unteren Bewertungsstufen wieder. Zudem hat Franke und Bornberg 31 Erwerbsunfähigkeitstarife von 19 Gesellschaften nach 53 Kriterien untersucht. Dabei erzielte nur ein Tarif die Bestnote FFF+. Immerhin 2 Tarufe (80,6 Prozent) erhielten indes die Bewertung FFF.

Demnach sei die Leistungsdichte der getesteten Tarife sehr hoch, konstatieren die Analysten. Dabei hätten sich die entsprechenden Verträge zu Hochleistungsprodukten entwickelt. Allerdings habe dieser Trend auch Schattenseiten: "Die Top-BU bleibt vielen Verbrauchern verwehrt. Sie erhalten keinen Zugang oder können sich den Schutz nicht leisten, weil sie nicht gesund genug oder zu alt sind oder schlicht im falschen Beruf arbeiten. Wenn sich der Versorgungsgrad bei Berufs- und Erwerbsunfähigkeit beziehungsweise Erwerbsminderung spürbar verbessern soll, sind innovative und intelligente Lösungen gefragt. Die Versicherungswirtschaft ist gefordert, ihren Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderung zu leisten", konstatiert Michael Franke, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Franke und Bornberg.
Für das aktuelle Rating hat Franke und Bornberg indes nach eigener Aussage einem kräftigen Relaunch unterzogen. So unterschieden die Analysten nur noch BU- und EU-Tarife sowie die Schichten im Rahmen des Drei-Schichtenmodells. Auf die bisherigen drei Kategorien Basis, Komfort und Komfort plus habe Franke und Bonberg nun verzichtet. Der Grund: Mittlerweile können Kunden ihren BU-Schutz modular und damit bedarfsgerecht zusammenstellen. "Leistungen bei Pflegebedürftigkeit oder einer schweren Krankheit sowie Renten- oder Übergangsleistungen nach längerer Arbeitsunfähigkeit ergänzen den klassischen BU-Schutz. Verbraucher können sich über diesen Trend freuen. Schließlich bieten Bausteinlösungen vielen Menschen überhaupt erst eine Chance auf bezahlbaren Schutz bei Pflege und schweren Krankheiten", erläutert Franke.
Dennoch zeige sich die eigentliche Qualität einer BU- oder EU-Police erst im Leistungsfall. "Wenn der Kunde Leistungen beantragt, schlägt für ihn die Stunde der Wahrheit. Reagiert sein Versicherer dann schnell und professionell? Begleitet der Versicherte in dieser emotional belastenden Situation partnerschaftlich, oder ist er auf Ablehnung programmiert?", konstatiert Franke. Daher sollte es aus seiner Sicht selbstverständlich sein, dass Versicherer nicht nur ihre Leistungspflicht prüfen, sondern auch über Behandlungsoptionen, berufliche (Re-) Integration und mögliche Reha-Maßnahmen informieren. Idealerweise biete der Versicherer ein professionelles Reha-Management und unterstütze Maßnahmen zur Rehabilitation auch finanziell
Allerings bieten die Ratingklassen nach Aussage von Franke und Bornberg keine Aussage zu möglichen Leistungsunterschieden innerhalb einer Klasse. "Auch die besten Tarife können sich noch in Details unterscheiden. Unser BU/EU-Rating stellt für viele Marktteilnehmer eine wichtige Entscheidungsgrundlage dar. Für noch mehr Transparenz und bessere Entscheidungen führen wir deshalb eine ergänzende Schulnote ein. Sie zeigt die Positionierung eines Tarifes auf die Nachkommastelle genau. Auf diese Weise werden auch kleinere Unterschiede innerhalb einer Ratingklasse deutlich", sagt Franke.