Ralph Beutter, Vorstandsvorsitzender von HDI Global Specialty
Ralph Beutter, Vorstandsvorsitzender von HDI Global SpecialtyQuelle: HDI
Köpfe & Positionen

HDI Global Speciality will "Prämienvolumen bis 2022 auf mehr als zwei Mrd. Euro steigern"

Von Maximilian VolzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Zum Jahresbeginn hat HDI Global Specialty SE mit einem Prämienvolumen von rund 1,2 Mrd. Euro seine Geschäftstätigkeit als neuer Spezial-Versicherer in der HDI-Gruppe aufgenommen. VWheute hat exklusiv mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden Ralph Beutter über die Ziele der kommenden Jahre gesprochen. Eines davon lautet: das Prämienvolumen bis zum Geschäftsjahr 2022 auf mehr als zwei Mrd. Euro zu steigern.

Warum braucht es die HDI Global Specialty SE? Was können Sie dem Markt hinzufügen?

Was wir auf dem Markt für Spezialversicherung leisten können, haben wir in den vergangenen Jahren bereits sehr erfolgreich gezeigt – zum einen unter unserem früheren Namen Inter Hannover -- und zum zweiten unter dem HDI-Logo der HDI Global SE. Unser neues Unternehmen HDI Global Specialty ist ja keine Neugründung auf der grünen Wiese. Wir gehen als Joint-Venture aus zwei bereits sehr erfolgreichen Unternehmen hervor. Wir nutzen damit die einmalige Chance, das Know-how der Underwriter von der Inter Hannover mit dem globalen Vertriebsnetz von HDI Global zu verknüpfen. Damit können wir einer noch größeren Zahl von Kunden auf der ganzen Welt unsere Produkte, unsere Versicherungslösungen und unser Know-how zur Verfügung stellen.

Wie soll das angestrebte Prämienwachstum erreicht werden, die Konkurrenz Allianz und Axa schläft nicht.

Man braucht die richtigen Underwriter, die diese Risiken einschätzen und bewerten können. Und deshalb gibt es auch nur eine sehr begrenzte Anzahl Versicherer, die sich in diesem Markt global bewegen. Wir haben diese Spezialisten in unserem Team. Und wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, dass wir damit sehr erfolgreich wachsen. Auf der Grundlage dieser Erfahrungen haben wir uns unsere Ziele gesetzt. In der Tat ist eines dieser Ziele, das Prämienvolumen bis zum Geschäftsjahr 2022 auf mehr als zwei Milliarden Euro zu steigern. Wir sind absolut zuversichtlich, dass wir das schaffen werden.

Wie schwierig ist das Versichern von Spezialrisiken wie zum Beispiel Großereignissen – ist das ein Wachstumsmarkt?

Ja, Herr Volz, das Specialty-Geschäft wächst schnell - zumindest bei uns. Es zeigt außerdem eine höhere Profitabilität als das klassische Industrieversicherungsgeschäft. Ihre Frage beinhaltet auch bereits die Herausforderung in diesem Segment: Man benötigt dafür hochspezialisierte und erfahrene Underwriter. Sie müssen sich mit den Spezialrisiken sehr genau auskennen – sei es im Bereich Aviation, im Crisis Management oder bei der Versicherung großer Konzertveranstaltungen. Nur absolute Versicherungsspezialisten können diese Risiken richtig bewerten. Und nur so lassen sich in diesem Segment auskömmliche Prämien erzielen. Das Versichern von großen Konzert-Tourneen erfordert z. B. genaue Kenntnisse der Abläufe in der Unterhaltungsindustrie, um dort die entscheidenden Risiken zu identifizieren und diese soweit wie möglich zu reduzieren, bzw. zu bepreisen.

Wie geht die HDI Global Specialty an das Zeichnen der Spezialrisken heran, wie unterscheidet sich das von der "herkömmlichen" Risikozeichnung?

Was uns vielleicht abhebt von anderen Industrieversicherern, ist das hohe Maß an Eigenverantwortung und Gestaltungsfreiraum, den wir unseren Team-Mitgliedern geben. Wir identifizieren bei uns für jeden noch so speziellen Auftrag oder Wunsch eines Kunden die passenden Spezialisten. Diese erstellen dann sehr selbständig die passende Versicherungslösung für dieses Spezialrisiko unseres Kunden. Das führt bei uns sehr schnell zu sehr guten und maßgeschneiderten Lösungen für unsere Kunden. Das begeistert sehr viele unserer Kunden.
HDI Global Specialty SE · Ralph Beutter
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