Dürre in der Landwirtschaft
Dürre in der LandwirtschaftQuelle: Rudolpho Duba / PIXELIO (www.pixelio.de)
Politik & Regulierung

Dürre kostet Landwirte rund 2,5 Mrd. Euro

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die anhaltende Dürre des vergangenen Jahres hat den deutschen Landwirten dürfte die deutschen Landwirte teuer zu stehen kommen. "Selbst wenn wir die in Aussicht gestellten Dürrehilfen in Höhe von 340 Mio. Euro abziehen, bleiben etwa 2,5 Mrd. Euro an Schäden", sagte Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Dies würde die betroffenen Betriebe noch in den kommenden Jahren belasten.
"Dieser Sommer wirkt nach", ergänzt der Bauernpräsident weiter. So hätten nach Angaben des Verbandes rund 8.000 Betriebe einen Antrag auf Dürrehilfe in den Bundesländern gestellt. Dies zeige "auch die große Not", so Rukwied. Bereits im August 2018 hatten Bund und Länder beschlossen, dass die Landwirte angesichts der Trockenheit staatliche Nothilfen von bis zu 340 Mio. Euro bekommen sollen. Angesichts von Ernteschäden "nationalen Ausmaßes" will sich der Bund 150 bis 170 Mio. Euro daran beteiligen. Die Länder sollten ergänzend die Hälfte des Gesamtbetrags tragen. Demnach seien bundesweit rund 10.000 Betriebe so stark von der Dürre betroffen, dass deren Existenz gefährdet sei. Zuletzt hatte sich der Bund nach dem Rekordsommer 2003 an entsprechenden Dürrehilfen beteiligt.
Hinzu kommt, dass viele Landwirte in Deutschland nicht gegen Dürreschäden versichert sind. "Weil in Deutschland eine solche finanzielle Unterstützung bislang fehlt, ist so gut wie kein landwirtschaftlicher Betrieb gegen Dürre versichert. Eine von Staat und Landwirtschaft kofinanzierte Risikovorsorge würde den Landwirten einen rechtssicheren Anspruch auf Entschädigung nach Wetterextremen verschaffen, den aktuellen Wettbewerbsnachteil im europäischen Binnenmarkt ausgleichen und die Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft gegenüber den Einflüssen des Klimawandels langfristig stärken", konstatierte Rainer Langner, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Hagel bereits im August vergangenen Jahres. Dabei zeige ein Blick ins Ausland: "Drei Viertel der Staaten -" darunter Frankreich, Italien, Spanien, Polen, Österreich oder die Niederlande – zahlen ihren Landwirten einen Zuschuss für sogenannte Mehrgefahrenversicherungen, die Wetterrisiken einschließen, auch Trockenheit". Zudem seien Landwirte in fast allen EU-Staaten von der Versicherungssteuer befreit.
Dürre · Landwirtschaft
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