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Chinesisches Uber verkauft Dread Disease Versicherungen

Von Heng YanTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Mit dem Aufkommen von Fin- und Insurtechs wird Branchenfremden der Einstieg in Banken- und Versicherungsgeschäft in der Tat erleichtert. Nach einem Bericht der Nachrichtenplattform Ifeng steigt jetzt auch Didi, ein quasi chinesisches Pendant für Uber, in das Geschäft der Dread Disease Versicherungen ein. Das Produkt trägt den Namen Gegenseitigkeits-Plan.

Ähnlich wie das Produkt der Ant Financial Group (wir berichteten am 23.10.2018) versichert Didi 100 schwere Erkrankungen. Die Versicherungssumme kann sich bis auf höchstens umgerechnet 65.000 Euro belaufen, allerdings nur für Versicherte bis zu einem Alter von 39 Jahren. Kunden im Alter zwischen 40 und 59 Jahren können bis höchstens 13.000 Euro versichert werden. Ähnlich wie beim Produkt der Ant Group müssen die Kunden den Beitrag nicht gleich zu Beginn der Versicherung zahlen. Zweimal im Monat werden die gesamten Ausgaben des versicherten Kollektivs erhoben, addiert mit sechs Prozent der gesamten Versicherungssumme und auf die Anzahl der Versicherten umgelegt. Ein einzelner Versicherter zahlt den auf ihn umgelegten Betrag als Prämie. Seit der Einführung des Produkts Ende Dezember 2018 sollen sich mehr als 30.000 Kunden versichern haben lassen.

Dass Didi ins Versicherungsgeschäft einsteigen kann, verdankt es seinem bereits aufgebauten Öko-System. Das Öko-System, das seit 2005 ständig ausgebaut wird, umfasst einen Bezahldienst, die Vergabe von Mini-Kredit, Leasinggeschäfte, Kfz-Versicherungen und Versicherungsvermittlungen. Zudem bietet Didi eine Dienstleistung namens Didi CreditPay an, mit der ein Kunde einen Fahrdienst in Anspruch nehmen kann, ohne sofort bezahlen zu müssen. Aufgrund der Daten aus diesem Geschäft kann Didi die Bonität und Zahlungsmoral eines Kunden, der sich für Dread Disease versichern lassen möchte, gut abschätzen. Didi verfügt derzeit über insgesamt ca. 450 Millionen Kunden, aus denen das Unternehmen zumindest einen Teil für das neue Versicherungsgeschäft locken kann.
Uber · Didi
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