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Unternehmen & Management

Nach 16 Jahren: Anlegerentschädigung für Victoria-Übernahme geklärt

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Erinnern Sie sich noch an die Übernahme der Victoria durch die Ergo? Die Gerichte beschäftigte das weit über ein Jahrzehnt.  Jetzt ist die Entscheidung gefallen.

In dem Spruchverfahren anlässlich des Unternehmensvertrages zwischen der Ergo Group AG (ehemals Ergo Versicherungsgruppe AG) und der Ergo Versicherung AG (ehemals Victoria Versicherung AG) hat das Oberlandesgericht Düsseldorf die Barabfindung von 2.116,15 Euro und den Ausgleich von 134,12 Euro bestätigt, wie spruchverfahren-direkt meldet.

 

In dem Spruchverfahren, bei dem es um die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Victoria Versicherung auf die Ergo ging, wurde die Barabfindung auf "2.114,33 Euro festgesetzt".

 

Ein Spruchverfahren ist die gerichtliche Überprüfung der Angemessenheit der Abfindungen und Ausgleichszahlungen für Minderheitsgesellschafter, die ihre Anteile durch eine Strukturmaßnahme wie z.B. eine Eingliederung / Verschmelzung der Gesellschaft verlieren.

 

Gegen die Ergo Group und die ehemalige Victoria waren seit dem Jahr 2002 zwei Spruchverfahren zur Überprüfung der Höhe der Abfindung bzw. des Ausgleichs im Rahmen des Abschlusses eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags (BGAV) zwischen der Ergo und der Victoria, sowie zur Überprüfung der Höhe der Abfindung im Rahmen des durchgeführten Squeeze-Out (SO) anhängig, wie die Ergo auf Nachfrage erklärt.

 

Nach mehr als 16 Jahren wurden die Spruchverfahren nunmehr beendet. Das OLG Düsseldorf hat mit zwei Beschlüssen aus September 2018 zuletzt noch anhängige Beschwerden abgewiesen. Die vorangegangenen Beschlüsse des LG Düsseldorf sind damit rechtskräftig geworden. "Im BGAV-Verfahren beträgt die gerichtlich festgestellte Abfindung je Aktie Euro 2.116,15 (statt EUR 1.750,57), der Ausgleich EUR 134,12 (statt EUR 96,55) je Aktie. Im SO-Verfahren beläuft sich die Abfindung nunmehr auf 2.114,33 (statt EUR 1.762,81) je Aktie. Die Unterschiedsbeträge zzgl. Zinsen sind jetzt an die ehemaligen Aktionäre auszuzahlen", erklärt die Ergo.

 

Nun kann auch unter dieses Kapitel ein Schlussstrich gezogen werden und die Ergo kann sich weiter dem Umbau des Unternehmens widmen.

Ergo · Victoria Lebensversicherung · Mergers & Acquisitions · Gerichtsurteil
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