Heuhaus bei Garmisch-Partenkirchen
Heuhaus bei Garmisch-PartenkirchenQuelle: dpa
Politik & Regulierung

Wintereinbruch in Bayern betrifft Versicherer bislang kaum

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Neues Jahr, altes Spiel: Auch 2019 macht das Wetter wieder wieder ordentliche Schlagzeilen. Derzeit macht der Wintereinbruch den Bayern vor allem im Süden des Freistaates besonders zu schaffen. So sorgt der starke Schneefall derzeit auf den Straßen und Schienen des Freistaates für zahlreiche Behinderungen. Mehrere Wintersportler sind bereits ums Leben gekommen, im Landkreis Miesbach wurde gar Katastrophenalarm ausgerufen. Bei den Versicherern scheinen sich die Ereignisse bislang noch nicht wirklich in den Bolanzen niederzuschlagen.
Demnach begründet das Landratsamt Miesbach die Ausrufung des Katastrophenfalles damit, die unterschiedlichen Einsatzkräfte besser zu koordinieren zu können. Demnach seien die regionalen Bahnstrecken beeinträchtigt, die Schulen bleiben bis einschließlich Freitag geschlossen. Auch im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen bleiben die Schulen bis Ende der Woche geschlossen, mehrere Straßen in der Region mussten wegen der starken Schneefälle gesperrt werden. Bereits am Wochenende kam es wegen umgestürzter Bäume bereits zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Die Bayerische Oberlandbahn (BOB) musste ihren Betrieb sogar weitgehend einstellen.
Bei den Versicherern scheint der Wintereinbruch bis dato indes noch keine Auswirkungen auf die Schadenbilanzen zu haben. So verzeichnete beispielsweise die Versicherungskammer Bayern (VKB) auf Anfrage von VWheute bislang noch keine gestiegenen Schadenzahlen durch den Wintereinbruch. Sorgen bereiten den Versicherern wie Straßenmeistereien, Bahnen und Kommunen jedoch der sogenannte Schneebruch, für den vor allem Fichten und Kiefern besonders anfällig sind. Vor allem der nasse und eisige Schnee, wie er dieser Tage in tieferen und mittleren Lagen fällt, bereitet den Experten derzeit besonders Sorgen. Hinzu kommt die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier in den bayerischen Ostalpen und in Österreich.
GDV-Naturgefahrenbilanz 2018
GDV-Naturgefahrenbilanz 2018Quelle: GDV
So gehört Schnee offensichtlich nicht gerade zu den Wetterphänomenen, die sich besonders stark in den Schadenbilanzen der Versicherer bemerkbar mchen. Demnach haben allein im Jahr 2018 Stürme, Hagel und Starkregen in Deutschland versicherte Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben in Höhe von 2,7 Mrd. Euro verursacht. Dies geht aus vorläufigen Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Dabei entfielen allein rund 2,2 Mrd. Euro auf Sturm- und Hagelschäden, heißt es weiter. "2018 gehört zu den vier schwersten Sturmjahren der letzten 20 Jahre", kommentiert GDV-Präsident Wolfgang Weiler.
Leicht unterdurchschnittlich fällt mit einer halben Mrd. Euro die Schadenbilanz der weiteren Naturgefahren aus, zu denen etwa Starkregen gehört, so der Branchenverband weiter.
Bayern · Schnee
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