Wertpapiere sind bei Versicheren zunehmend beliebt
Wertpapiere sind bei Versicheren zunehmend beliebtQuelle: Claudia Hautumm / PIXELIO (www.pixelio.de)
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Versicherer und Pensionsfonds investieren verstärkt in europäische Wertpapieranlagen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Europäische Wertpapieranlagen scheinen bei Versicherern sowie Pensions- und Geldfonds immer beliebter zu werden. Laut einer aktuellen Studie des des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist deren Anteil an den grenzüberschreitenden Wertpapieranlagen innerhalb der EU zwischen 2005 und 2015 von 45 auf 63 Prozent. 
Demgegenüber hätten diie Banken im gleichen Zeitraum ihren Anteil an den externen Anlagen im gleichen Zeitraum von 42 auf nur noch 26 Prozent verringert. Die Gründe für diese Entwicklung sehen die Ökonomen des DIW vor alllem in höheren Eigenkapitalanforderungen an die Institute und einer verstärkten Risikovorsorge. Zudem zeige die Analyse auch, dass die Bankenunion noch nicht vorangeschritten sei, die Kapitalmarktunion innerhalb der EU hingegen schon. "Die Schätzergebnisse legen nahe, dass die rechtliche Harmonisierung vor allem zur Integration des europäischen Aktienmarktes beiträgt. Einheitlichere rechtliche Regeln im Versicherungsbereich scheinen dabei besonders integrationsfördernd zu sein", kommentiert die DIW-Wirtschaftsexpertin Franziska Bremus. Die Analyse habe zudem gezeigt, dass allein im Jahr 2015 gut 60 Prozent der Anleihepositionen im Ausland auf Versicherungen, Pensions- und Geldmarktfonds, bei den Aktienpositionen sogar 70 Prozent entfielen. Dagegen habe der Anteil der Banken an den externen Wertpapieranlagen abgenommen.
Ein weiteres Ergebnis: "Obwohl die Vereinheitlichung der Regeln für Finanzdienstleistungen in der EU in den vergangenen Jahren vorangeschritten ist, sind die europäischen Kapitalmärkte noch ziemlich fragmentiert", stellt Studienautorin Bremus bei ihren Recherchen fest. So habe Frankreich bisher die meisten EU-Finanzmarktrichtlinien in nationales Recht umgesetzt (54 von 55). Auch Deutschland zählt mit 52 implementierten Richtlinien zu den Top-Ländern. Kroatien (46) sowie Belgien und Polen (mit je 47) zählen dagegen zu den Schlusslichtern.
DIW · Wertpapiere · Pensionsfonds
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