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UnterschriftQuelle: Thorben Wengert / PIXELIO (www.pixelio.de)
Politik & Regulierung

VersVermV scharf geschaltet: Was sich für Vermittler ändert

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die neue Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV) ist am Mittwoch im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und tritt damit heute in Kraft. Vermittler müssen demnach künftig die bereits 2007 eingeführte Einstiegsqualifikation (Sachkundenachweis) als Voraussetzung zur Berufszulassung sowie eine regelmäßige Weiterbildung vorweisen. Der Gesetzgeber verlangt, dass Vertriebsmitarbeiter im Rahmen der neuen Verordnung ihre Fach- und personale Kompetenz mit einem Mindestmaß von 15 Stunden im Jahr aufrechterhalten und nachweisen können.
Demnach sind die Vermittler künftig verpflichtet, dass die geforderte Erstinformation "dem Kunden beim ersten Geschäftskontakt grundsätzlich auf Papier übergeben werden muss [...] Wenn der Kunde eine E-Mailadresse mitgeteilt hat, ist ein Versand per Mail grundsätzlich möglich, wenn dem Kunden die Wahl gelassen wurde zwischen der Information auf Papier oder per Datenträger (wozu auch E-Mail gehört)", betont Rechtsanwalt Norman Wirth gegenüber dem Finanzmagazin Das Investment. Zudem müsse die Erstinormation künftig auch einen Hinweis darüber enthalten, ob eine Beratung angeboten werde. Außerdem müsse künftig neben der Höhe der Einkünfte zusätzlich auch die Art und Herkunft der Vergütung angegeben werden.

Die Nachweise und Unterlagen zur Weiterbildung müssen fünf Jahre auf einem dauerhaften Datenträger aufbewahrt werden. In zwei Anlagen zu der Verordnung werden die Anforderungen an die Qualität der Weiterbildungsmaßnahme definiert und ein Formblatt zur Erfüllung der Weiterbildungsverpflichtung vorgegeben.

 

Im Rahmen der neuen Informationspflichten soll auch die Anschrift einer Schlichtungsstelle, die bei Streitigkeiten zwischen Versicherungsvermittlern oder Versicherungsberatern und Versicherungsnehmern angerufen werden können. Die Europäische Kommission will bis zum 23. Februar 2021 einen Bericht über die Erfahrungen mit der IDD veröffentlichen. Im Anschluss daran will auch die Bundesregierung eine Evaluierung vornehmen, wobei auch die Wirksamkeit der behördlichen Überwachung der Einhaltung der Weiterbildungspflicht zum Gegenstand haben soll.

Versicherungsvermittlungsverordnung · VersVermV
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