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Swiss Re: Katastrophen kosten Versicherer in diesem Jahr rund 79 Mrd. US-Dollar

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Versicherer kommen die Katastrophen in diesem Jahr augenscheinlich teuer zu stehen. Schätzungen zufolge belaufen sich die gesamtwirtschaftlichen Schöden aus Natur- und Man-Made-Katastrophen im Jahr auf 155 Mrd. US-Dollar (2017: 350 Mrd.). Die versicherten Schäden aus Katastrophen weltweit dürften in diesem Jahr indes schätzungsweise 79 Mrd. US-Dollar erreichen. Außerdem forderten die Katastrophenereignisse mehr als 11.000 Opfer. Zu diesem Ergebnis kommt eine vorläufige Sigma-Statistik der Swiss Re.
Laut Rückversicherer betrugen demnach allein die Gesamtschäden aus Naturkatastrophen in diesem Jahr rund 146 Mrd. US-Dollar. Davon waren laut Statistik rund 79 Mrd. US-Dollar versichert (2017: 150 Mrd.). Die wirtschaftlichen Schäden aus menschengemachten Katastrophen fallen demnach mit rund neun Mrd. US-Dollar zu Buche, von denen etwa acht Mrd. US-Dollar versichert sind. Durch Katastrophenereignisse sind mehr als 11.000 Menschen verstorben oder als vermisst gemeldet, ähnlich wie 2017. Im September 2018 forderte das Erdbeben in Sulawesi, Indonesien, mit schätzungsweise über 3.500 Toten oder Vermissten die höchste Opferzahl.
Wirtschaftliche und versicherte Schäden
Wirtschaftliche und versicherte SchädenQuelle: Swiss Re Institut
Dabei konstatierte die Swiss Re zwar keine außergewöhnlichen Naturkatastrophen wie noch im Jahr zuvor. Dennoch hätten die aggregierten Schäden aus einer Reihe kleinerer und mittlerer Ereignisse sowie einige grosse Man-made-Katastrophen insgesamt erhebliche Versicherungsschäden verursacht. Entsprechende Beispiele für verheerende Ereignisse waren in diesem Jahr die Hurrikane "Michael" und "Florence", die Taifune "Jebi", "Trami" und "Mangkhut", Hitzewellen, Dürreperioden und Flächenbrände in Europa und Kalifornien, weltweite Winterstürme und Unwetter, Flutkatastrophen in Japan und Indien, Erdbeben in Japan, Indonesien und Papua-Neuguinea sowie Vulkanausbrüche auf Hawaii. Dabei waren mehr als 50 Prozent aller Schäden versichert, heißt es in der Sigma-Statistik weiter.
Auch in Deutschland kam es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in diesem Jahr wieder zu extremen Wettersituationen, die durch ihre Auswirkungen, nicht nur aufgrund von Hitze und Trockenheit, sondern auch durch Sturm, Starkniederschläge, Blitzschlag, Nebel, Glätte, Hagel und Tornados, direkt oder indirekt zahlreiche Menschenleben forderten. Zudem sei es 2018 zu empfindlichen Störungen der Infrastruktur, insbesondere im Flug-, Schiffs-, Auto- und Schienenverkehr, konstatieren die Meteorologen. Gelegentlich seien diese Beeinträchtigungen von katastrophalem Ausmaß mit beträchtlichen volkswirtschaftlichen Schäden. Ensprechende Schadenssummen will der Branchenverband GDV voraussichtlich Anfang 2019 bekannt geben.
Swiss Re · sigma-Studie · Rückversicherer · Naturkatastrophen
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