Quelle: Axa
Märkte & Vertrieb

Kfz-Statistik: Mit Partner fährt es sich offenbar besser

Von Monika LierTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
PKW, die von einem festgelegten Nutzer plus Partner gefahren werden, sind statisch signifikant bessere Risiken. Von je 1.000 Pkw hatten 2017 statistisch 64 (65) einen Haftpflichtschaden. In der Gruppe der PKW mit festgelegtem Nutzer plus Partner verunfallten hingegen nur 56 je 1.000 Einheiten. Alleinfahrer kommen auf eine unveränderte Schadenhäufigkeit von 69. Verwenden das Fahrzeug mehrere, nicht dem Versicherer gegenüber genannte Fahrer erreicht die Schadenhäufigkeit 71 (73). Dies zeigt die Jahresgemeinschaftsstatistik 2017. Das von GDV und Bafin erstellte Zahlenwerk umfasst 99,82 Prozent der im deutschen Markt gebuchten Beitragseinnahmen in der Kraftfahrt-Haftpflicht.

Die Zahl der insgesamt versicherten Jahreseinheiten nahm 2017 um gut 1,5 Prozent auf 44,0 Millionen PKW zu. Der durchschnittliche Schadenaufwand erhöhte sich erneut um knapp 1,6 Prozent auf 3.451 Euro; die Statistik beinhaltet keine Aufwendungen für die Schadenregulierung. Der für die Prämienkalkulation wichtige Schadenbedarf betrug 221 (220) Euro.

Rund 43 Prozent aller PKW werden in der Kategorie "festgelegter Nutzer plus Partner" versichert. Da bei ihnen nicht nur die Schadenhäufigkeit, sondern auch der Durchschnittsschaden mit 3.351 (3.298) Euro günstig ausfallen, erreicht der Schadenbedarf nur 186 Euro. Rund ein Viertel der PKW wird von mehreren Nutzern gefahren; hier liegt der Schadenbedarf bei 251 (253) Euro. Den höchsten Durchschnittsschaden weisen weiterhin hin die Alleinfahrer mit 3.540 Euro auf – allerdings fiel der Anstieg hier mit 0,6 Prozent weniger als halb so stark wie im Durchschnitt aus. 

Gut 85 Prozent der Pkw sind als Erstwagen außerhalb einer Flotte versichert. Ihre Schadenhäufigkeit betrug wie im Vorjahr 63 je 1.000 Personenkraftwagen. Der Schadendurchschnitt lag bei 3.415 (3.368) Euro. Von je 1.000 Zweitwagen waren hingegen 68 (72) Unfallverursacher. Hier kostete der Durchschnittsschaden mit 3.789 Euro fast elf Prozent mehr als bei den Erstwagen. Als Flottenfahrzeug waren 5,4 Prozent versichert. Hier hat sich die Schadenhäufigkeit weiter leicht auf 81 (82) je 1.000 Fahrzeuge verbessert. Als Schadenbedarf weist die Statistik wegen einer ungünstigen Entwicklung beim Durchschnittsschaden aber 275 (270) Euro aus.

GDV · BaFin · Kfz-Haftpflicht
Auch interessant
Zurück
05.09.2018VWheute
LKW fährt in Versi­che­rungs­ge­bäude der Conti­nen­tale Ein tragischer Unfall in Hamburg Altona. Ein mit Lebensmitteln beladener Lastwagen ist …
LKW fährt in Versi­che­rungs­ge­bäude der Conti­nen­tale
Ein tragischer Unfall in Hamburg Altona. Ein mit Lebensmitteln beladener Lastwagen ist ungebremst in ein Haus gefahren, indem sich ein Kundenbüro der Continentale befindet. Der Fahrer starb nach einer Wiederbelebung an der …
14.06.2018VWheute
Buch­tipp: Statistik für Wirt­schafts­wis­sen­schaftler Die Flut von Zahlen und Fakten wird im Zeitalter von Fake News in einer global vernetzten Welt…
Buch­tipp: Statistik für Wirt­schafts­wis­sen­schaftler
Die Flut von Zahlen und Fakten wird im Zeitalter von Fake News in einer global vernetzten Welt immer unüberschaubarer. Das heute medial verfügbare Datenmaterial lässt sich nur dann sinnvoll nutzen, wenn es mit Hilfe seriöser…
16.02.2018VWheute
Talanx verspricht Zukäufe und klagt über US-Steu­er­re­form Der drittgrößte deutsche Versicherungskonzern Talanx in Hannover will anorganisch wachsen…
Talanx verspricht Zukäufe und klagt über US-Steu­er­re­form
Der drittgrößte deutsche Versicherungskonzern Talanx in Hannover will anorganisch wachsen. "Wenn sich eine passende Gelegenheit ergibt, werden wir einen Zukauf ins Auge fassen“, sagte der scheidende Konzernchef Herbert K…
14.11.2017VWheute
Renten sollen offenbar um drei Prozent steigen Im kommenden Jahr sollen die gesetzlichen Renten im kommenden Jahr um durchschnittlich drei Prozent …
Renten sollen offenbar um drei Prozent steigen
Im kommenden Jahr sollen die gesetzlichen Renten im kommenden Jahr um durchschnittlich drei Prozent steigen. Dies berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf einen Entwurf des Rentenversicherungsberichts der…
Weiter