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Fortsetzung folgt: Adlon-Investor und Signal Iduna streiten sich 2019 weiter vor Gericht

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Neues Kapitel im Endlosstreit zwischen der Signal Iduna und dem Adlon-Investor Anno August Jagdfeld. Ab Oktober 2019 soll die Dauerfehde erneut vor dem Landgericht Dortmund verhandelt werden. Insgesamt 18 Verhandlungstage sind einem Medienbericht zufolge dafür angesetzt.
Laut einem Online-Bericht der Bild-Zeitung sollen die Verhandlungstage jeweils auf Montag ab 9 Uhr angesetzt worden sein. Dabei sollen laut Bericht bereits zehn Vorladungen ausgesprochen worden sein, darunter auch an die Assistentinnen von Vorstandschef Ulrich Leitermann. Bereits im November verbuchte Jagdfeld vor dem Oberlandesgericht Hamm einen Etappensieg. Die Richter hatten dabei eine Entscheidung des LG Dortmunds aufgehoben, eil es keinen regelrechten Beschluss der Adlon-Anleger für diese Klage gegeben habe. Nun muss die Sache neu verhandelt werden.
Die Signal Iduna gibt sich indes auf Anfrage von VWheute weiterhin siegesgewiss: "Das Oberlandesgericht Hamm hatte im November 2018 zu entscheiden, ob die so genannte „kleine Klage“ des Fundus-Fonds 31 vom Landgericht Dortmund zu Recht zurück gewiesen worden war. Ursprünglich war diese Klage zu Recht abgewiesen worden, weil es an einer Ermächtigung zur Klageerhebung durch die Fondsinvestoren fehlte. Nur durch einen von Herrn Jagdfeld nachgeholten Gesellschafterbeschluss ist die Klage zulässig geworden. Zu allen wesentlichen Punkten, auf die sich diese Klage stützt, hat das Oberlandesgericht keine Ausführungen gemacht. Erwartungsgemäß hat das Oberlandesgericht nunmehr diese Klage an das Landgericht zurückverwiesen. Beide Verfahren werden damit wieder gemeinsam vor dem Landgericht Dortmund in erster Instanz verhandelt. Es hat sich also zu Februar 2018 nichts am Sachstand geändert", betont Unternehmenssprecher Edzard Bennmann.
Jagdfeld hatte bereits Ende 2016 Schadenersatzklage über 500 Mio. Euro gegen den Versicherer eingericht. Dieser warf der Signal Iduna vor, Lügen verbreitet und dessen Seriosität in Frage gestellt zu haben. Als Folge davon habe die Jagdfeld-Gruppe keine Kredite mehr erhalten und sei dadurch in finanzielle Schwierigkeiten geraten sei. 
"Tatsache ist auch: Es werden zwar 18 Termine, die vom Landgericht Dortmund für Zeugenvernehmungen vorgesehen wurden, vorgeschlagen. Üblicherweise können die Prozessbeteiligten aber nicht an allen Tagen teilnehmen. Insoweit sind auch nur zu sechs Terminen Zeugen geladen. Die Beweisaufnahme wird also wie von uns erwartet fortgesetzt – auch weil ein Zeuge von Herrn Jagdfeld aus gesundheitlichen Gründen im Februar 2018 nicht gehört werden konnte. Herr Jagdfeld wird das Gericht nicht überzeugen können, egal wie viele Zeugen noch befragt werden. Denn niemand aus der Signal Iduna Gruppe hat sich jemals negativ über Herrn Jagdfeld geäußert. Die Vorwürfe von Herrn Jagdfeld sind absurd und völlig haltlos", heißt es weiter.
Signal Iduna · Anno August Jagdfeld
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