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Unternehmen & Management

Der Erfolg bleibt der VHV auch 2018 treu

Von Claudia Schmidt-WehrmannTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Erfolgsfaden der VHV Versicherungsgruppe Hannover, die mit zu den kapitalstärksten Versicherungsgesellschaften in Deutschland zählt, ist auch 2018 nicht gerissen. Wie Vorstandschef Uwe H. Reuter bei der Präsentation eines ersten Jahresrückblick erklärte, kann die VHV nicht nur an das Rekordergebnis des Vorjahres anknüpfen, sondern vielleicht sogar "einen Schnaps" besser abschneiden.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, die sich im kommenden Jahr nach Ansicht von Reuter noch verschlechtern könnten, haben alle Versicherungszweige zu dem guten Ergebnis beigetragen. 2017 hatte die Gruppe einen Gewinn von 156,1 Mio. Euro ausgewiesen. An dem Erfolg werden die Mitarbeiter erneut mit 250 Prozent ihres Bruttomonatsgehalt beteiligt.Weiter verstärkt wird das Eigenkapital, um wie Reuter sagt die VHV wetterfest zu machen. Der Gruppenumsatz, der 2017 erstmals die Drei-Milliarden-Grenze  überschritten hatte, ist den Angaben zufolge weiter gestiegen. Sowohl die Kompositsparte als auch die Lebensversicherung  schnitten besser als der Markt ab. In der Schaden-/Unfallversicherung wird die Wachstumsrate der dominierenden Kfz-Sparte zwar nicht so hoch wie im Vorjahr (+7,6 Prozent) ausfallen, könnte aber – so das Wetter in den restlich Tagen des Jahres mitspielt – einen höheren Gewinnbeitrag leisten. Der Grund: Es wurden 40 Prozent weniger Elementarschäden registriert. Vielleicht wird daher die im Branchenvergleich schon sehr gute  Combined Ratio des Vorjahres von 86,6 Prozent noch unterschritten.

Der Direktversicherer Hannoversche Leben, der schon seit Jahren auf die Versicherung biometrischer Risiken setzt und nur noch rund 15  Prozent klassische Lebensversicherungen im Bestand hat, registriert einen Zuwachs bei den Vertragszahlen von drei Prozent, während im Markt die Bestände wegen der demografischen Veränderungen rückläufig sind. Gestiegen sind die laufenden Beiträge, und zwar um rund zwei Prozent, während das Einmalbeitragsgeschäft zurückgefahren wurde. In die Zinszusatzreserve, die für die VHV wegen des geringen Bestandes an Rentenversicherungen auch bisher keine so große Rolle wie bei der Konkurrenz gespielt hat, fließt nach den von der Regierung beschlossenen Veränderungen nur noch ein Drittel des Betrages, der nach altem Recht fällig geworden wäre.

Weiter vorangekommen ist das Unternehmen bei der Digitalisierung, in die nach den Worten von Reuter viel Geld investiert wird, um die Stellung am Markt zu sichern. Daher ist der Vorstandschef auch so darauf erpicht, die Kapitalkraft weiter zu stärken  Zwei Meilensteine seien im November auf dem Weg in die digitale Zukunft erreicht worden: die Schadenbearbeitung Kfz und  der Telefonvertrieb für das Neugeschäft in der Risikolebensversicherung. Mitte 2020 soll die digitale Vertragsbearbeitung in der Kfz-Versicherung folgen und im 3. Quartal 2019 schon die Digitalisierung des biometrischen Neugeschäfts. Reuter will auf alle Fälle den Vorsprung, den sich das Unternehmen in der Branche bei der Digitalisierung erarbeitet hat, in Zukunft verteidigen.

VHV Versicherung · Hannoversche Leben · Uwe H. Reuter
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