Oliver Brüß, Vertriebsvorstand der Gothaer
Oliver Brüß, Vertriebsvorstand der GothaerQuelle: Gothaer
Politik & Regulierung

Brüss: "Provisionsdeckel hätte negative Folgen für Vermittler"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Jahr 2019 wirft bereits seine Schatten voraus, die anstehenden Herausforderungen bleiben komplex. Für Oliver Brüß, Vertriebsvorstand der Gothaer liegt der politische Fokus im kommenden Jahr vor allem auf drei Themen: "das  Maßnahmenpaket des Bundesministeriums der Finanzen, BMF, aus der LVRG-Überprüfung, dann die Einführung des neuen Verhaltenskodex des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft und die Einführung einer DIN-Normierung 'Finanzanalyse im Privat-Haushalt', also DIN-Norm 77230."
Dabei sehe das Bundesfinanzministerium auch "einen Provisionsdeckel in der Lebensversicherung vor, gegen den wir uns ganz klar aussprechen. Das in Deutschland übliche Provisionssystem sorgt dafür, dass alle Bürger - unabhängig von ihrer Vermögenslage - flächendeckend Zugang zur Altersvorsorge-Beratung haben. Dies sollte nicht aufs Spiel gesetzt werden", betont er im Interview mit dem Finanzmagazin Das Investment. Zudem setze man "mit der Umsetzung des neuen GDV-Verhaltenskodex und der Finanz-Analyse nach DIN-Norm setzten wir zusätzliche, hohe Standards in der Beratung unserer Kunden. Daher lehnen wir einen Provisionsdeckel in der Lebensversicherung ab."
Insgesamt wünsche er sich indes für das kommende Jahr vor allem "eine regulatorische Pause" und "nun wieder mehr Zeit für die Kundenberatung und den Vertrieb. [...] Dies wird aber wohl ein frommer Wunsch bleiben, da insbesondere auf europäischer Ebene eine Vielzahl von Initiativen in Vorbereitung ist. Insofern wird vorerst leider keine Ruhe eintreten. Ich sehe die große Gefahr, dass es hier zu einer absoluten Überregulierung kommt.
Oliver Brüß · Gothaer
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