Was sind die größten Risiken für Manager?
Was sind die größten Risiken für Manager?Quelle: Jorma Bork / PIXELIO (www.pixelio.de)
Politik & Regulierung

Willis Towers Watson: Cyberangriffe werden zum größten Risiko für Führungskräfte

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Cyberschäden werden bekanntlich zu einem größeren Risiko für die Versicherer. Auch für Führungskräfte können die digitalen Gefahren immer gefährlicher werden. Laut einer aktuellen Analyse des Beratungsunternehmens Wilis Towers Watson und der Anwaltskanzle Allen & Overy bezeichnen 52 Prozent der befragten Führungskräfte das Risiko von Datenverlust, Datenverletzung oder Risiken im Zusammenhang mit der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) als sehr oder äußerst besorgniserregend. Rund 50 Prozent gaben an, dass Cyber-Angriffe ihnen das gleiche Maß an Respekt einflößen. Geldbußen und Reputationsschäden belegen, dass diese Furcht durchaus berechtigt ist.
Die Sorge scheint jedenfalls berechtigt: "Das Risiko von Cyberangriffen und Datenverlust hat inzwischen regulatorische Untersuchungen als oberste Priorität der Vorstände abgelöst. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen haben angegeben, im vergangenen Jahr einen signifikanten Cyberangriff oder einen erheblichen Datenverlust erlitten zu haben. Zum Vergleich: 2017 lag dieser Wert nur bei 30 Prozent", konstatiert Mathias Pahl, Head of Corporate Risk and Broking bei Willis Towers Watson.
Doch nicht nur die Risiken der digitalen Welt bereiten den Managern in diesem Jahr entsprechendes Kopfzerbrechen. Auch regulatorische Risiken gehören laut Umfrage auch weiterhin zu den drei größten Sorgen: 43 Prozent der großen Arbeitgeber und 38 Prozent der börsennotierten Unternehmen haben in den vergangenen zwölf Monaten einen regulatorischen Anspruch unter Beteiligung einer Führungskraft festgestellt. 60 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass sich der regulatorische Fokus auf die persönliche Verantwortung der Direktoren auf deren Entscheidungsprozesse auswirkt.
Daneben sorgen sich die Unternehmen aktuell auch um das aktuelle Wirtschaftsklima: 72 Prozent der befragten börsennotierten Unternehmen sorgen sich derzeit um diieses Thema. Ebenfalls 72 Prozent der Befragten sorgen sich über die aktuellen geopolitischen Risiken - immerhin ein Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, die sich auf das Geschäft eines Unternehmens auswirken, stellen in diesem Jahr für 37 Prozent der Befragten ein Risiko dar; 2017 lag dieser Wert noch bei 18 Prozent.
"Die Breite und die Tiefe der von den Führungskräften geäußerten Bedenken ist in diesem Jahr besonders auffällig. Noch nie zuvor war es für Führungskräfte wichtiger, sich über den Umfang ihres persönlichen Haftpflichtschutzes im Klaren zu sein", betont Pohl. Demnach sei das Spektrum der potenziellen Haftungsquellen für Manager von Gesundheit und Sicherheit über kriminelle Aktivitäten bis hin zu einem erhöhten Risiko für Beschäftigungsansprüche und aus dem Klimawandel noch nie so breit wie zuvor. Eine weitere essentielle Bedrohung sei zudem das zunehmend professionelle Vorgehen der Klägeranwälte, welche Ansprüche gegen Manager weltweit geltend machen.
Managerhaftung · D&O-Versicherung · Willis Towers Watson
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