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Märkte & Vertrieb

AIG alarmiert: Umweltschäden sind ein größeres Risiko für Unternehmen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Umweltschäden werden mittlwerweile zu einem immer größeren Risiko für Unternehmen - und zwar unabhängig von ihrer Größe und der Branche. So ist aufgrund des Klimawandels vor allem das Risiko für Flächen- und Gebäudebrände auf inzwischen 15 Prozent der gemeldeten Schäden gestiegen. Forderungen durch mangelhafte Gefahrgut- und Abfallentsorgung machen zwölf Prozent bzw. elf der gemeldeten Schäden (fünf Prozent bzw. neun Prozent im Vorjahr) aus. Schäden bei der Abwasserentsorgung sanken im Gegensatz dazu auf 15 Prozent (22 Prozent im Vorjahr). Dennoch tragen sie nach wie vor signifikant zu den Gesamtschäden bei. Dies geht aus der aktuellen AIG Schadenstudie hervor.
Am stärksten von Umweltschäden betroffen ist demnach mit einem Wert von 47 Prozent erneut der Bereich Transport, Kommunikationstechnik und Energie (2016: 55 Prozent); trotzdem ist dieses Segment nach wie vor der Bereich mit der höchsten Gefährdung. Danach folgt das produzierende Gewerbe mit 26 Prozent im Jahr 2017 (27 Prozent im Jahr 2016). Zudem gaben sich die Schadenszahlen aus dem Bereich der Bauindustrie, die sich im letzten Jahr von fünf Prozent auf neun Prozent beinahe verdoppelt haben. Die größte Herausforderung für diesen Bereich ist hierbei die unzureichende Entsorgung von kontaminierten Baustoffen. Häufigste Schadstoffart sind demnach die Mineralökraftstoffe mit einem Anteil von 31 Prozent (2016: 35 Prozent) Auch Unfälle mit Abwässern treiben die Schadenfälle laut AIG signifikant nach oben. Demnach seien neun Prozent der Schadenfälle auf das Austreten von menschlichen oder tierischen Fäkalien zurück zu führen. Weitere Prozent stehen laut Studie im Zusammenhang mit Unfällen bei der Wasseraufbereitung. In zehn Prozent der Schadenfälle handelt es sich um neuartige Verunreinigungen durch Lagerstätten- und/oder Schiefergase, Perfluorierte Tenside, Phenole und Polychlorierte Biphenyle.
Besonders alarmierend sind laut AIG-Studie auch Schadenfälle, die durch Feuer bzw. durch Flächenbrände verursacht werden. Diese liegen laut Studie allein im Jahr  2017 auf 15 Prozent aller gemeldeten Umweltschäden und gehören damit zu den größten Risiken. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich diese Zahl mehr als verdoppelt (sieben Prozent in 2016). "Der Klimawandel und Forstmanagementmethoden, die nicht an die neuen Bedingungen angepasst sind, haben die Schadenfälle in diesem Segment signifikant nach oben getrieben. Die ersten Policen, die wir zur Absicherung gegen Umweltschäden angeboten haben, waren auf Unternehmen aus der Schwerindustrie ausgerichtet. Mittlerweile zeigen unsere Statistiken Schäden in beinahe allen Wirtschaftszweigen. Mehr als je zuvor müssen Unternehmen deshalb ihre Konzepte für das Umweltrisikomanagement prüfen", ergänzt Thomas Zanner, Leiter der Haftpflichtabteilung in der DACH-Region.
AIG Deutschland · Umweltrisiken
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