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Reinber WillQuelle: Assekurata
Märkte & Vertrieb

Will: "Auch die Renditen von Indexpolicen sind Deklarationsdruck ausgesetzt"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Zum Jahresende verkünden die Lebensversicherer wie gewohnt die Überschussbeteiligungen für das kommende Jahr. Da die Kunden auch weiterhin einen entsprechenden Fokus auf Garantien legen, "spielt dessen Verzinsung in Form der Überschussbeteiligung nach wie vor eine gewichtige Rolle", konstatiert Reiner Will von Assekurata.
Ein gutes Beispiel seien dabei die Indexpolicen, denn "jenseits der spezifischen Ausgestaltung der Indexanlage und der Beteiligungsmechanismen stellt auch hier der deklarierte Überzins des Versicherers ein wichtiges Unterscheidungs- und Attraktivitätsmerkmal dar. Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, "dass die Überschussdeklaration eine entscheidende Bestimmungsgröße für die Indexbeteiligung darstellt. Denn je höher die deklarierte laufende Verzinsung ausfällt, desto mehr Kapital steht für den Kauf von Optionen zur Verfügung, die letztlich die Höhe des Caps beziehungsweise der Quote beeinflussen. Zugleich folgt daraus, dass im Zuge des Niedrigzinsumfelds und der branchenweit rückläufigen Überschussbeteiligungen auch die Renditen von Indexpolicen einem Deklarationsdruck ausgesetzt sind", betont der Geschäftsführer der Ratingagentur Assekurata.
Dies gelte indes "auch für klassische Lebensversicherungsverträge, wobei hier Policen mit hohen Altgarantien bekanntermaßen zu einer ungleichen Verzinsungssituation zwischen den Bestandsgenerationen geführt haben. Aufgrund der niedrigen Kapitalmarktzinsen rückte die Sicherung der Altgarantien in den vergangenen Jahren in den Vordergrund. Dabei haben die Lebensversicherer seit 2011 mit der Zinszusatzreserve erfolgreich finanzielle Risikovorsorge betrieben." Für das kommende Jahr rechnet die Ratingagentur "abermals einen Rückgang der Deklaration, welcher allerdings deutlich moderater ausfallen dürfte als in den Vorjahren. Das heißt für die private Rentenversicherung im Branchenschnitt eine laufende Verzinsung von ca. 2,40 Prozent im Neugeschäft gegenüber 2,47 Prozent im Vorjahr. Angesichts des rückläufigen Angebots verlieren diese Richtwerte für die Klassik allerdings immer mehr an Aussagekraft. Damit geht natürlich ein Stück weit Marktorientierung, Vergleichbarkeit und Transparenz verloren. Das schmälert grundsätzlich nicht die Bedeutung der Deklaration", prognostiziert Will.
Bislang haben die ersten großen Lebensversicherer wie die Axa, die Allianz oder die Ergo ihre Gesamtverzinsungen für das kommende Jahr 2018 vorgelegt. Dabei hat ledigilich die Ideal ihre Überschussbeteiligung um 0,3 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent erhöht.
Assekurata · Reiner Will
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