Gelbwestenprotest, im Hintergrund der Triumphbogen
Gelbwestenprotest, im Hintergrund der TriumphbogenQuelle: DPA
Politik & Regulierung

Gelbwestenprotest: Schaden am Triumphbogen kostet eine Million Euro

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Gelbwestenprotest in Paris hat nicht nur politische Auswirkungen. Bei den Ausschreitungen wurden von den Protestanten soziale Reformen gefordert, der Protest entwickelte sich dann schnell zu einem gewalttätigen Aufstand, bei dem der Triumphbogen schwer beschädigt wurde.

Bei den samstäglichen Protesten war es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Barrikaden wurden errichtet, Autos entflammt und Steine per Armkraft in Glasscheiben befördert. Die Polizei antwortet mit Wasserdruck und Tränengas. Als Symbol des Staates angesehen, geriert der Triumphbogen, Arc de Triomphe de l’Étoile, unter die Hauptangriffsziele der Aufständigen. Ausstellungsräume wurden gestürmt, Kunstwerke zerhackt und der Bogen mit Graffiti verschandelt.

 

Ein Gipsmodell haben die Eindringlinge entzweigeschlagen, eine Büste Napoleons, der den Bogen als Erinnerung an seine Siege errichten ließ, hatte nach dem Vorfall keinen Kopf mehr auf den Schultern. Der Gesamtschaden soll sich bis auf eine Million Euro belaufen. Ob eine Versicherung besteht, ist nicht bekannt.

 

Mittlerweile wird immer klarer, dass es auch volkswirtschaftliche Schäden entstanden sind. Im Laufe der Ausschreitungen wurden Geschäfte geplündert und Luxuseinzelhändler sowie teure Hotels angegriffen. Das Börsengebäude war ebenfalls ein Ziel der Protestler.

 

Staatschef Emmanuel Macron besuchten nach dem Vorfall den Ort der Verwüstungen. Die Protestierenden fordern Steuersenkungen sowie eine Anhebung von Mindestlöhnen und Renten. Die Regierung hat angeboten, Gespräche mit den Protestlern aufzunehmen; es bleibt die Frage, warum erst nach der Gewalt?  
Schadenmanagement · Frankreich · Politik
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