Thomas Buberl
Thomas BuberlQuelle: Axa
Köpfe & Positionen

Buberl will mit Amazon und Co. kooperieren

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der oberste Axa-Mann rechnet fest damit, dass Amazon und Google "auch nach Europa" kommen werden. Gegenüber einer großen deutschen Zeitung bestätigte Thomas Buberl, dass bereits Gespräche mit den Tech-Giganten laufen würden.

Dass die amerikanischen Big-Techs kommen, ist für Buberl ausgemacht, wie er gegenüber der SZ klar macht: "Ja. Sie werden in unser Segment einsteigen, aber keine Versicherer werden." Nach seiner Ansicht werden sie "in der Veredelung von Kundendaten bis hin zur Preisgestaltung" tätig sein und wohl auch im Bereich der "Schadensteuerung".

 

Den Kauf des Versicherers XL sieht er ebenfalls vor dem Hintergrund des kommenden Einstiegs der Big-Techs. Diese würden "im Endkundengeschäft" in den Markt eintreten, aber in Sparten wie Hausrat- oder KFZ-Versicherung, also verhältnismäßig einfachen Sparten. Je wissensintensiver ein Geschäft sei, desto komplizierter wäre ein Einstieg, weswegen das expertiselastige Geschäft von XL davon weniger betroffen wäre.

 

Es wäre an dieser Stelle interessant zu wissen, was Buberl unter Endkundengeschäft genau versteht, denn offensichtlich sollen die Big-Techs ja "keine Versicherer werden", aber im Bereich "Endkundengeschäft" tätig werden.

 

Kooperationen und Daten

 

Jedenfalls scheut sich die Axa nicht, mit den neuen Markteilnehmern über Kooperationen zu sprechen, wie Buberl gegenüber der SZ bestätigt. Über Namen könne er nichts sprechen, verweist aber auf die Vereinbarung mit Uber, die zeige, dass bei "gemeinsamen Interessensanlagen" Kooperationen möglich seien.

 

Daten sind für Buberl im Wettbewerb der Zukunft sehr wichtig, weswegen er Kooperationen mit anderen Branchen anstrebt, um den eigenen Datenpool zu vergrößern. Es gebe noch keine konkreten Projekte, aber "zahlreiche Möglichkeiten".

 

Als Beispiel nennt er Telekommunikationsdaten: Die aufgezeichneten Bewegungsdaten könnten Aufschluss darüber geben, ob jemand ein "ein gutes und qualitativ hochwertiges Leben führt".

Thomas Buberl · Axa · Amazon · Google
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