Axa-Konzernchef Thomas Buberl will den Markt in Asien erobern.
Axa-Konzernchef Thomas Buberl will den Markt in Asien erobern.Quelle: Wolrd Economic Forum / flickr
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Axa strafft Kosten und schüttet deutlich mehr an Aktionäre aus

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Es sind die Tage der großen Strategen. Europas Versicherer legen reihenweise ihre Drei-Jahres-Pläne vor, meist mit noch verbesserten Kennzahlen für die Investoren. Bei Axa liegt der Fokus auf der Eroberung des asiatischen Marktes und den neuen Potenzialen und Syngergieeffekten der neuen Marke Axa XL. 

Die Übernahme des Rück- und Sachversicherers XL Group aus Bermuda durch Axa war in diesem Jahr die größte Transaktion in der Branche überhaupt. Sie soll sich für die Franzosen bis 2020 auszahlen. Auf dem Investorentag in London schraubte Konzernchef Thomas Buberl das Ziel für die Synergieeffekte aus der Übernahme um 100 Mio. auf 500 Mio. Euro nach oben. Die bereinigte Eigenkapitalrendite soll in den nächsten beiden Jahren auf 14 bis 16 (bisher 12 bis 14) Prozent steigen. Der Gewinn je Aktie soll sich jedes Jahr um drei bis sieben Prozent verbessern. Davon sollen die Aktionäre mit einer Dividendenquote von 50 bis 60 (bisher 45 bis 55) Prozent profitieren. Daneben seien auch Aktienrückkäufe möglich, signalisierte Buberl. Das trieb die Axa-Aktie leicht nach oben. "Die Fortschritte bei der Transformation des Konzernprofils sowie das Vertrauen in eine weiterhin starke operative Leistung in allen Regionen haben uns veranlasst, unser Kapitalmanagement zu überprüfen", sagte Buberl. In diesem Jahr wurde den Anteilsinhabern eine Dividende von 1,26 Euro ausbezahlt. Gegenüber dem Vorjahr (1,16 Euro) war dies eine Anhebung um 9 Prozent. Damit liegt die aktuelle Dividendenrendite beim derzeitigen Aktienkurs von 21,50 Euro bei 5,86 Prozent.

 

Generali hatte vergangene Woche ähnliche Ziele vorgegeben, nämlich eine höhere Ausschüttungsquote von 55 bis 65 Prozent. Geld für Übernahmen sei da, sagte CEO Philippe Donnet. Findet man kein passendes Kaufobjekt, würde es Aktienrückkäufe geben. Am Freitag wird die Allianz ihr Strategie für die kommenden drei Jahre vorlegen. Es wird jedoch erwartet, dass Konzernchef Oliver Bäte weniger auf Übernahmen setzt und vielmehr Geld in die Digitalisierung und den asiatischen Markt steckt. Diese Woche hat die Allianz von der chinesischen Versicherungsaufsicht die Erlaubnis erhalten, eine China-Holding zu gründen. Ein Tag später verkündete Axa, dass sie ebenfalls durch einen Zukauf inzwischen eine 100-prozentige Tochter im Reich der Mitte haben, berichtete VWheute. In London gab sich Buberl angriffslustig: Axa hat sich in Asien in den vergangenen Jahren unterdurchschnittlich entwickelt. Mit dem neuen Asien-Chef Gordon Watson habe sich das binnen neun Monaten geändert.

Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Einstufung für Axa auf "Buy" mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Dass der Versicherer die volle Kontrolle über Axa Tianping übernommen habe, sei für die Franzosen ein bedeutender Schritt nach vorne auf dem chinesischen Markt, geht aus einer am Mittwoch vorliegenden Studie des Instituts hervor.

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