AfW lehnt Teile der FinVermV ab
AfW lehnt Teile der FinVermV abQuelle: Tim Reckmann / www.pixelio.de / PIXELIO
Politik & Regulierung

Auch AfW kritisiert FinVermV

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der - Stellungnahme des Bundesverband Finanzdienstleistung AfW hat sich kritisch zur Finanzanlagenvermittlungsverordnung – FinVermV – geäußert, aber auch gelobt. Insbesondere die angedachte Aufzeichnungspflicht für Telefongespräche ist dem Verband ein Dorn im Auge, wie zuvor bereits dem BVK.

Zu umständlich, zu aufwendig: Der AfW kritisiert die vorgesehenen Aufzeichnungspflichten von Telefongesprächen. Die Idee würde Gewerbetreibende mit erheblichen Kosten und administrativem Mehraufwand belasten und keinen nennenswerten Vorteil für die Kunden bringen. Ähnlich hatte sich zuvor der BVK geäußert.

Eine Bevorzugung des Bankenvertriebes befürchtet der Verband ebenso sehr wie die Aufzeichnungspflicht. Der FinVermV-Entwurf sieht vor, dass Produkte nur innerhalb des definierten Zielmarktes vermittelt werden dürfen, während für Banken ein Vertrieb auch außerhalb des Zielmarkts zulässig ist, schreibt der AfW. Diese Ungleichbehandlung sei nicht zu rechtfertigen.

 

Lob für den Entwurf

 

Geschäftsführender Vorstand des AfW Norman Wirth zieht ein Fazit: "Als Interessenverband der unabhängigen Finanzdienstleister und Makler begrüßt der AfW im Kern einen Großteil der Regelungen als sachgerecht. Positiv ist zu werten, dass der Entwurf das Bemühen erkennen lässt, die Änderungen auf das Notwendige zu beschränken. Allerdings schießt der Entwurf an einigen Stellen doch sehr über das Ziel hinaus. Zudem sehen wir ganz erheblichen Nachbesserungsbedarf bei der rechtstechnischen und systematischen Ausgestaltung. Und: Soweit im Entwurf ein Inkrafttreten am Tag nach der Verkündung vorgesehen ist, kann man sich ehrlicherweise nicht des Eindrucks verwehren, dass verloren gegangene Zeit auf dem Rücken der Gewerbetreibenden wieder aufgeholt werden soll."