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Bürger fremdeln mit Online-Abschlüssen – schuld sind die Versicherer

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Ist das die Revolution, von der die Branche seit Jahren spricht? Fast sechs von zehn Bundesbürgern können sich derzeit vorstellen, eine Versicherung komplett online abzuschließen. Das Problem: Wirklich gemacht haben es bisher aber nur knapp vier von zehn, wie eine Studie zeigt. Eine Umwälzung sieht anders aus und daran sind die Versicherer angeblich selbst schuld.

Wer einmal den Abschluss übers Internet gewählt hat, will diesen Zugang zu seiner Versicherung künftig "auf keinen Fall mehr missen", aber die Bereitschaft aktiv zu werden, stagniert. Das sind Ergebnisse der Studie "Digitale Versicherung 2018", für die im Auftrag des Softwareherstellers Adcubum mehr als 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.

 

Die Bereitschaft der Bevölkerung online eine Versicherung abzuschließen, ist laut der Studie "merkbar vorhanden": 57 Prozent der Befragten gaben an, sie könnten sich den Abschluss einer Versicherung im Web vorstellen. Genannt wurden dabei vor allem Kfz-, Hausrat- und Haftpflichtversicherungen. Allerdings schlossen auch 18 Prozent einen solchen Abschluss kategorisch aus. Auffällig ist an den Ergebnissen, dass die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben sind. Vor zwölf Monaten signalisierten bereits 56 Prozent ihre Offenheit für Online-Abschlüsse.

 

Von den Teilnehmern, die in der aktuellen Studie erklärt hatten, der Online-Versicherung positiv gegenüberzustehen, gaben nur etwas mehr als zwei Drittel an, bereits tätig geworden zu sein. Michael Süß, Geschäftsführer von Adcubum Deutschland: "Die Differenz zu den tatsächlich getätigten Online-Abschlusszahlen lässt darauf schließen, dass die digitalen Abschlussmöglichkeiten noch recht dünn gesät oder zu kompliziert und erklärungsbedürftig sind."

 

Versicherer müssen tätig werden

 

Aus diesem Grund würden Kunden für diesen Abschlusskanal verloren gehen, die sich zwar im Internet informierten, sich dann aber möglicherweise nicht mehr zurechtfänden. Da ist ein Problem, denn diese "wenden sich dann an einen Vermittler oder schließen womöglich überhaupt nicht ab", erklärt Süß.

 

Um das Online-Geschäft weiter auszubauen, hält es der Versicherungsexperte für unerlässlich, dass der Prozess auf der jeweiligen Web-Präsenz übersichtlich und einfach ist – wie bei Amazon und Ebay.

 

So ganz falsche scheinen die Versicherer bei ihrem Online-Angebot aber nicht zu liegen, denn 98 Prozent der Online-Kunden würden wieder eine Versicherung komplett im Web abschließen.

 

Die komplette Studie von Adcubum finden Sie HIER

Online Vertrieb · Onlineportal · Adcubum
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