Jürgen Klopp
Jürgen KloppQuelle: dpa
Politik & Regulierung

Betrügen mit Kloppos Brille

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das kaputte Nasenfahrrad von Fußballtrainer Jürgen 'Kloppo' Klopp wird häufig von Versicherungsbetrügern genutzt. Die Finstermänner schicken für Betrügereien nicht nur manipulierte Bilder von Autoschäden, sondern eben auch sehr gerne Fotos von geschädigten Brillen, das Lieblingsmodell ist das des Fußballtrainers. Doch Hilfe für die Versicherer naht – allerdings schon seit langem, wie aufmerksame Leser wissen.

Ein interdisziplinäres Projekt des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT) kommt den Betrügern in die Quere, meldet Motorzeitung. Mit drei vom SIT entwickelten Technologien können die Versicherungen sich Bilder, Texte und Finanzdaten untersuchen, die ihnen zweifelhaft erscheinen. Die Forscher nutzen für die Erkennung bildforensischer Technologien.

 

Die Sache mit dem alten Wein...

 

Wer das für neu hält, hat nicht aufmerksam VWheute gelesen. Roland Stoffels, Vorsitzender der Geschäftsführung der Generali Deutschland Schadenmanagement GmbH (GDSM) und Vorsitzender der Kommission Kriminalitätsbekämpfung im GDV, erklärte bereits im Oktober des letzten Jahres wie die Technik funktioniert und wie sie eingesetzt werden kann.

 

Dire Nutzung von der Brille von Kloppo ist ebenfalls ein alter Hut, den Trick kannte Stoffels ebenso bereits im letzten Jahr, offenbar sind die Betrüger entweder einfallslos oder einfach nur traditionsbewusst. Das die neuen digitalen Möglichkeiten zum Betrug verführen, glauben nicht wenige in der Branche. "Durch die Digitalisierung sinkt die Hemmschwelle. Wir bemerken einen zunehmenden Anteil von Betrugsfällen, der über Internetkanäle zu uns kommt", berichtete Markus Hofer, Chief Operating Officer und Geschäftsführer der Generali Deutschland Schadenmanagement, kürzlich auf einer Konferenz.

 

Ganz unbegründet ist der Verdacht nicht, in einem besonders schweren Fall hatten Betrüger in ganz Europa mittels digitaler Bildmanipulation in 102 Fällen 715.000 Euro erbeutet und waren dann wegen eigener Fehler überführt worden.

 

Wohl nicht nur welchen solcher Fälle hatte Stoffels bereits vor einem Jahr erklärt: "Wir brauchen zwingend die technische Unterstützung."

Versicherungsbetrug · Jürgen Klopp · Fußball · Generali Deutschland
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