Übernahmen kosten Geld
Übernahmen kosten GeldQuelle: Tim Reckmann / www.pixelio.de / PIXELIO
Köpfe & Positionen

Willis Towers Watson: Manager rechnet mit Übernahmen in deutscher Versicherungsszene

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Wir werden in Europa - und auch in Deutschland - stärkere Transaktionsaktivitäten sehen", sagt Michael Klüttgens, Versicherungsexperte bei Willis Tower Watson gegenüber einer großen Wirtschaftszeitung. Die Gründe liefert er gleich mit.

Als Ursachen für eine Zunahme der M&A-Tätigkeiten nennt Klüttgens Skaleneffekte, Kosten- und Effizienzgewinne und die Konkurrenz durch Insurtechs. Diese wären aber für die Großen selbst lohnende Investitionsziele: "Wenn die Start-ups ein attraktives Geschäftsmodell haben, wird sich das mancher großer Anbieter genau anschauen."

 

Einen weiteren Grund für die Zunahme sieht Klüttgens in steigenden Zinsen, die eine Übernahme aktuell günstiger machen als bei sich andeutenden steigenden Zinsen. "Das spiele eine Rolle", erklärt der Experte, aber von einer grundsätzlichen Zinswende sei derzeit nichts zu erkennen.

 

Erschwerend würden Übernahmen in Deutschland, dass Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit in der bestehenden Form Zukäufe nicht tätigen können, sie müssten sich zunächst zu AGs wandeln.

 

Mit- statt gegeneinander

 

Konsolidierung finde laut Klüttgens allerdings nicht zwingend in Form von M&A-Aktivitäten statt, sondern auch in Form von Kooperationen. Als Beispiele führt er Krankenversicherter und Zusammenschlüsse bei Betriebsrenten an.

 

Im Bereich Lebensversicherung sieht er Chancen für Übernahmen, trotz dem schwierigen Marktumfeld. Es sei häufig so, dass schlecht laufende Sparten "Bestandteil von Portfolios werden", die dann verkauft werden. Wechseln".

 

Michael Klüttgens
Michael KlüttgensQuelle: Willis Tower Watson
Willis Towers Watson · M&A-Transaktionen · Versicherungsmärkte
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