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Märkte & Vertrieb

Maklers Chance: Deutsche haben keine Ahnung von Absicherung

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Jeder zweite hat keine genaue Vorstellung von der Höhe der richtigen Absicherungssumme. Das ist besonders tragisch, denn der finanzielle Schutz von Partner und Familie ist den meisten Deutschen wichtig. Eine Studie zeigt aktuell, wie groß die Unsicherheit und die Chancen der Vertreter sind. Es ist auch ein Lehrstück darüber, wie man eine Umfrage liest.

Wenn es um die finanzielle Absicherung im Bereich Risikoleben geht, besteht bei den Deutschen noch reichlich Nachholbedarf: Knapp 45 Prozent (43,3 Prozent) der Befragten besitzen keine Lebensversicherung und vier von fünf Befragten (79,3 Prozent) haben keine Risikolebensversicherung. Das zeigt eine vom Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Assekurata Solutions GmbH im Auftrag der DELA Lebensversicherungen durchgeführte Studie, in der über 1.000 Personen befragt wurden.

 

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Menschen sich der Risiken des Lebens nicht bewusst sind. Sie kennen die Gefahren, wie diese Grafik zeigt, haben aber ihre eigene Vorstellung davon, was wichtig ist.

Das fürchten die Deutschen
Das fürchten die DeutschenQuelle: Dela

Ein Deutscher fürchtet den Tod nicht

Interessanterweise ist das eigene Ableben kein Risiko, vor dem es den Deutschen graut.  "Die Ergebnisse der aktuellen DELA-Studie zeigen deutlich, dass viele Menschen in Deutschland sich der Risiken des eigenen frühzeitigen Ablebens oder des Ablebens des Partners nicht bewusst sind", kommentiert Walter Capellmann, Hauptbevollmächtigter der DELA Deutschland, eines der "Kernergebnisse" der Studie.

 

Wie die Grafik zeigt, werden Aspekte wie Pflegebedürftigkeit, Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit gewichtiger bewertet als die Todesvorsorge. Die Gründe für den Abschluss eine Risiko-LV sind oft familiäre Aspekte wie eine Heirat oder die Geburt eines Kindes.

 

Warum wird eine Risiko-LV abgeschlossen?
Warum wird eine Risiko-LV abgeschlossen?Quelle: Dela

Was lernen wir daraus

 

Wenn es um die finanzielle Absicherung im Bereich Risikoleben geht, besteht bei den Deutschen noch "reichlich Nachholbedarf", erklären die Studienmacher. Knapp 45 Prozent der Befragten besitzen keine Lebensversicherung und vier von fünf Befragten haben keine Risikolebensversicherung. Weiterhin haben 22,9 Prozent hat noch nicht einmal über eine Vorsorge im Bereich Risikoleben nachgedacht. Bemerkenswert sei, dass im Hinblick auf die Beschäftigung mit dem eigenen Vorsorgebedarf die Höhe des Einkommens kaum ins Gewicht fällt.

 

"Im Ergebnis bedeutet dies, dass die Mehrheit der Befragten ihren Bedarf zu gering einschätzt oder gar keine genauen Vorstellungen über ihren Vorsorgebedarf im Bereich Risikoleben hat", erklärt Walter Capellmann. "Insofern ist es für die Beratung zur Risikolebensversicherung besonders wichtig, dass Makler und Vermittler gemeinsam mit ihren Kunden den individuellen Bedarf ermitteln."

 

Die Studie kann auch anders gelesen werden, die Menschen fürchten besonders Pflegebedürftigkeit und Arbeitskraftverlust, es entstehen also Vertriebschancen, allerdings nicht zwingend im Bereich Risiko-LV.

DELA Lebensversicherung · Risiko-Leben · Umfrage · Absicherung
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