Justizia muss entscheiden
Justizia muss entscheidenQuelle: Thorben Wengert / PIXELIO (www.pixelio.de)
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Klage gegen Signal Iduna: Etappensieg für Adlon-Investor

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Neues Kapitel im Endlosstreit zwischen dem Adlon-Investor Anno August Jagdfeld und der Signal Iduna: Das Oberlandesgericht Hamm hat der Berufung Jagdfelds stattgegeben und eine Entscheidung des Landgerichts Dortmund aufgehoben. Die Dortmunder Richter hatten die Klage aus formalen Gründen abgewiesen, weil es keinen regelrechten Beschluss der Adlon-Anleger für diese Klage gegeben habe. Nun muss die Sache vor dem LG Dortmund neu verhandelt werden.
Demnach wurde der Beschluss mit einer deutlichen Zustimmung von mehr als 92 Prozent nachgeholt. Jagdfeld selbst sieht sich in seiner Ansicht durch die Entscheidung des OLG bestätigt und wertet die Entscheidung als Etappensieg. Dieser geht nun davon aus, dass alle 4.400 Adlon-Anleger zuversichtlich sein könnten, einen Teil des Schadens ersetzt zu bekommen, heißt es beim Finanzmagazin Procontra.

 

Signal Iduna: "Keinen Cent Schadenersatz"

Die Signal Iduna sieht dies naturgemäß anders: "Das Oberlandesgericht Hamm hat ausgeführt, dass das Landgericht Dortmund die Klage des Adlon-Fonds zu Recht abgewiesen hat. Nur durch den nachgeholten Gesellschafterbeschluss ist die Klage zulässig geworden. Zu allen wesentlichen Punkten, auf die sich die Klage stützt, hat das Oberlandesgericht keine Ausführungen gemacht. Das Oberlandesgericht hat angedeutet, das Verfahren an das Landgericht Dortmund zurück zu verweisen, damit es dort insgesamt entschieden wird", heißt es in einer Stellungnahme auf Anfrage von VWheute. Zudem sei man "weiterhin fest davon überzeugt, die Prozesse zu gewinnen. Herr Jagdfeld wird von der Signal Iduna keinen Cent Schadenersatz erhalten". Und Lutz Aderhold von der Kanzlei Aderhold ergänzt: "Der Senat hat sich intensiv mit der Zulässigkeit der Klage beschäftigt. Die Sache stand für die Klägerseite auf der Kippe und wäre um Haaresbreite endgültig abgewiesen worden."
Jagdfeld hatte bereits Ende 2016 Schadenersatzklage über 500 Mio. Euro gegen den Versicherer eingericht. Dieser warf der Signal Iduna vor, Lügen verbreitet und dessen Seriosität in Frage gestellt zu haben. Als Folge davon habe die Jagdfeld-Gruppe keine Kredite mehr erhalten und sei dadurch in finanzielle Schwierigkeiten geraten sei. 
Signal Iduna · Anno August Jagdfeld
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