DKV-Vorstand Mark Lammerskitten
DKV-Vorstand Mark LammerskittenQuelle: Uwe Schmidt-Kasparek
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DKV Pflegedienst: Pflegefachkräfte schneller gewinnen

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Der Mangel an Pflegefachkräften in Deutschland könnte viel schneller behoben werden, wenn das Modellprojekt einer Tochter des privaten Krankenversicherers DKV Schule machen würde.
Die DKV Pflegedienste & Residenzen GmbH (DKV P & R), kooperiert erfolgreich mit dem College ABB in Pristina in der Republik Kosovo. Dort werden jährlich rund 800 Pflegekräfte ausgebildet. Frühzeitig organisiert DKV P & R nun eine spezielle Ausbildung für den deutschen Markt. "Im Inland und im EU-Ausland ist es kaum noch möglich Fachkräfte für die Pflege zu finden", sagte Uwe Peters, Geschäftsführer der DKV P & R anlässlich eines Pressegesprächs in Düsseldorf. Von einem Fachkräftegewinn aus fernen Staaten, wie Vietnam, China oder Brasilien hält Peters nichts. Es sei wichtig die Fachkräfte frühzeitig kennenzulernen und ihnen deutlich zu machen, was sie in Deutschland erwartet. Nur so sei eine langfristige Arbeitsbeziehung möglich.
Die DKV P & R kooperiert erfolgreich mit der Bezirksregierung in Nordrhein-Westfalen (NRW). "Mit der Vorarbeit des DKV Pflegedienstes wird das Anerkennungsverfahren für Pflegefachkräfte von rund vier Monaten auf sechs Wochen verkürzt", erläuterte Lukas Schmülling, Leiter der Stelle für Berufsanerkennung von Gesundheitsfachberufen in NRW bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Bundesweit hat Schmülling bereits für das Modellprojekt bei anderen Landesbehörden geworben. Der Antrag auf Feststellung der beruflichen Gleichwertigkeit als Pflegefachkraft erfolgt beim DKV-Projekt schon aus dem Heimatland. Damit sei die Chance auf schnelle und berufliche Gleichstellung ohne fachliche und bürokratische Hürden hoch.
Seit August 2018 werden in Pristina Studenten rekrutiert. Sie erhalten eine Arbeitsplatzzusage zum nicht reglementierten Beruf als Pflegehelfer mit der Übernahmegarantie als Krankenpflegefachkraft nach erfolgreicher Absolvierung des Anerkennungsverfahrens. Ab März 2020 rechnet die DKV P & R damit, dass die ersten Fachkräfte nach Deutschland einreisen können und nach Anerkennung ihres Berufs für den Pflegedienst längerfristig tätig werden. In Deutschland hilft DVK P & R bei der Eingliederung der Fachkräfte, etwa bei der Wohnungssuche. Die DKV hat bereits Gespräche mit anderen Pflegeeinrichtungen aufgenommen, damit sie sich an dem Projekt beteiligen.
Der Pflegedienst der DKV, der unter dem Namen Micura bundesweit aktiv ist, bleibt aber ein reines Testfeld des privaten Krankenversicherers aus der Ergo-Gruppe. "Wir planen zur Zeit nicht, ein Produkt aus der Pflegeversicherung mit den Angeboten des Pflegedienstes zu koppeln", sagte DKV-Vorstand Mark Lammerskitten am Rande der Veranstaltung. Versicherte der DKV haben derzeit auch keinen besonderen Anspruch auf Leistungen des Pflegedienstes oder der Pflegeheime. "Wir wollen das aber für die Zukunft nicht ausschließen", so Lammerskitten. Ein solcher Anspruch oder ein solches Produkt müssten aber für einen sehr langen Zeitraum geplant werden
Pflege · DKV
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