Dirk Förterer
Dirk FörtererQuelle: M. Brüss
Politik & Regulierung

Allianz-Manager: "Durch die Digitalisierung werden wir produktiver

Von Manfred BrüssTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Welche Auswirkungen hat die fortschreitende Digitalisierung auf die Versicherungswirtschaft? Zu diesem Thema konnte der Verein zur Förderung der Versicherungswissenschaft in Berlin in der Hauptstadtrepräsentanz der Allianz über 200 Gäste empfangen. Für Dirk Förterer, Direktor Zukunftsthemen bei der Allianz Deutschland AG, liegen in der Digitalisierung mehr Chancen als Risiken. Und mit Blick auf China und die USA müsse man sich fragen, ob die Digitalisierung in Deutschland nicht zu langsam vorankomme.

Er sei optimistisch, dass die Digitalisierung mehr Chancen als Risiken in sich berge, sagte Förterer. "Durch die Digitalisierung werden wir produktiver." Und in mehr Produktivität liege der Schlüsse zu mehr Wohlstand. Man brauche richtige Produktivitätsschübe, wenn neue Verteilungsspielräume erarbeitet werden sollten. Und wenn man sehe, dass selbstbewusstere Kunden heute Preisvergleichsportale zur Preisfindung nutzten, dann stünden nicht nur die großen Versicherer im Fokus sondern auch kleinere. Wenn mit Hilfe von Digitalisierung bei der Allianz Kapazitäten frei gemacht werden könnten, dann würden diese genutzt, um die Qualität gegenüber dem Kunden weiter zu verbessern. Die Digitalisierung biete große Chance bei lösbaren Problemen, glaubt Förterer.

Für den Chief Insurance Officer beim Insurtech Wefox Kral Grandl gilt es heute, Mengen an unstrukturierten Datenmassen zu filtern und in Profilen umzusetzen, so wie es etwa Google mache. Zudem könne Wefox für Vermittler Backoffice-Funktionen übernehmen, um diese von Bürokratie zu entlasten und mehr Freiräume für den Kundenkontakt zu schaffen. Alle Startups würden mit der leicht handbaren Haftpflichtversicherung beginnen. Aber bei der Altersvorsorge brauche es eben noch den Menschen. Der Kunde wolle sich heute vor allem sicher fühlen, möglichst wenig bezahlen und im Versicherungsfall schnell Hilfe bekommen. In der Zusammenarbeit mit Versicherern hapert es Grandl zufolge noch. "Es gibt Versicherer, die schmeißen uns Steinplatten vor die Tür." Dann müsse man wieder analog denken. Es werde wieder der fachkundige Sachbearbeiter benötigt, der den Papiereingang ordnen und scannen kann
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