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MLP legt bei Erlösen deutlich zu - Baloise nimmt weniger Prämien ein

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Finanzdienstleister MLP hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres sowohl bei den Gesamterlösern als auch Ergebnis deutlich zugelegt. So stiegen die Gesamterlöse um fünf Prozent auf einen neuen Rekordwert von 462,5 Mio. Euro, das operative Ergebnis (Ebit) stieg ebenfalls deutlich auf 21,5 Mio. Euro (VJ: 14,6 Mio.). Der Schweizer Versicherer Baloise musste unterdessen in den ersten neun Monaten des Jahres einen spürbaren Gewinnrückgang verkraften.
Als wichtigste Wachstumstreiber erwiesen sich bei den Wieslochern vor allem die Immobilienvermittlung plus 32 Prozent auf 14.6 Mio. Euro) und Finanzierung (plus 15 Prozent auf 12,9 Mio. Euro) , das Vermögensmanagement (plus neun Prozent auf 152,8 Mio. Euro) sowie die Sachversicherung (plus sieben Prozent auf 97,3 Mio.). In der Krankenversicherung generierte MLP seit Jahresbeginn Erlöse über 35,1 Mio. Euro (VJ: 34,2 Mio.). Die vermittelten Beitragseinnahmen stiegen indes wesentlich stärker um sieben Prozent auf 2.117,5 Mio. Euro (VJ: 1.970,4 Mio.). In der betrieblichen Altersvorsorge um zwölf Prozent auf 361 Mio. Euro (VJ: 323 Mio.) Das betreute Vermögen stieg auf 36,1 Mrd. Euro (30. Juni 2018: 35,4 Mrd. Euro), wobei MLP vor allem von den von Zuwächsen sowohl im MLP Privatkundengeschäft als auch beim Tochterunternehmen FERI profitierte. Die Provisionserlöse stiegen um sechs Prozent auf 438,1 Mio. Euro (VJ: 412,0 Mio. Euro).
"2018 ist bislang erkennbar positiv verlaufen und wir sind insbesondere mit dem dritten Quartal sehr zufrieden. Wir haben das Unternehmen in den vergangenen Jahren strategisch weiterentwickelt und Leistungen für unsere Kunden systematisch ausgebaut. Dies hat schon in den Vorjahren zu einer deutlichen Verbreiterung der Umsatzbasis und einem kontinuierlich steigenden Wachstum geführt. Mit Zuwächsen über alle Beratungsfelder hinweg zahlt sich dieser klare Kurs weiter aus", kommentiert Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg. "Nach neun Monaten liegen wir gut im Plan. Allerdings haben die letzten Wochen des Jahres in unserem Geschäftsmodell weiterhin eine hohe Bedeutung und wir haben im Vorjahr ein gutes Schlussquartal absolviert. Wir gehen zuversichtlich in die letzten Wochen des Jahres, haben aber gleichzeitig Respekt vor den Risiken in unseren Märkten", ergänzt Finanzvorstand Reinhard Loose.
Einen juristischen Erfolg verbuchte MLP zudem im Dauerstreit mit dem Bund der Versicherten e. V. (BdV). So gaben die Verbraucherschützer vor wenigen Tagen bekannt, die erhobene Nichtzulassungsbeschwerde in einem Verfahren zum Thema der Tarifwechselberatung gegen MLP zurückzunehmen. Schuld daran sei der Bundesgerichtshof mit einem Urteil, dass den "Versicherungsberaters so gut wie überflüssig" mache. "Da der Bundesgerichtshof in der Frage in einem anderen Verfahren den strittigen Sachverhalt abschließend entschieden hat, halten wir es nicht für sinnvoll, das Verfahren fortzuführen“, erläuterte BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein die Entscheidung. Der BdV bedauert diese Entscheidung, die es Maklern in der Konsequenz erlaubt, "sowohl gegen Honorar, als auch gegen Provision zu arbeiten". Der Wieslocher Finanzdienstleister begrüßte indes, "dass der BdV seine Nichtzulassungsbeschwerde gegen das zu unseren Gunsten ergangene Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe zurückgenommen hat. Somit wird dieses Urteil zweiter Instanz rechtskräftig: Eine Wechselberatung zu PKV-Tarifen gegen eine Servicepauschale durch Makler wie MLP ist weiterhin zulässig."

Baloise leidet unter schlechtem Lebengeschäft

Die Schweizer Baloise indes blickt indes etwas getrübt auf die Geschäftsentwicklung der vergangenen neun Monate zurück. Demnach ging das Gesamtgeschäftsvolumen seit Jahresbeginn um 2,1 Prozent auf 7066.9 Mio. Franken zurück, was die Eidgenossen vor allem auf auf den Prämienvolumenrückgang des traditionellen Lebengeschäfts zurückführen. So verzeichnete der Versicherer in der Lebenspart ein Minus von 5,5 Prozent auf 2,71 Mrd. Franken. Allein auf dem Schweizer Heimatmarkt gingen die Beitragseinnahmen um 8,0 Prozent auf 2,245 Mrd. Franken zurück. Deutlich zulegen konnte man indes in Belgien mit einem deutlichen Beitragsplus von 17,5 Prozent auf 118,1 Mio. Franken. Deutlich besser lief es indes im Nichtlebengeschäft mit einem Prämienzuwachs von 5,7 Prozent auf 2.869,5 Mio. Franken (VJ: 2.715,6 Mio. Franken)
MLP · Baloise Group
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