Talanx und HDI
Talanx und HDIQuelle: Talanx
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Talanx schreibt in der Industriesparte rote Zahlen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Talanx hat nach den ersten neun Monaten des laufenden Jahres durchwachsene Bilanzzahlen vorgelegt. Demnach legte der Versicherungskonzern aus Hannover zwar beim Gewinn und den Prämieneinnahmen zu. In der Industriesparte sorgten mehrere Großschäden indes für rote Zahlen.
So legte die Talanx in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres beim operativen Ergebnis (Ebit) um deutliche 33 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro (VJ: 1,1 Mrd.) zu, die Prämienneinnahmen stiegen um 7,3 Prozent auf 27,1 Mrd. Euro (VJ: 25,2 Mrd.). Der Konzerngewinn legte um zehn Prozent auf 488 Mio. Euro (VJ: 444 Mio.) zu. Für das laufende Gechäftsjahr rechnet die Talanx bislang mit einem Gewinn von 700 Mio. Euro und für 2019 mit rund 900 Mio. Euro. Das Kapitalanlageergebnis lag mit rund 2,9 Mrd. Euro indes deutlich unter dem Vorjahreswert mit 3,3 Mrd. Euro. Die Gründe dafür sieht der Versicherungskonzen vor allem einer gerinngeren Realisierungsnotwendigkeit stiller Reserven zur Finanzierung der Zinszusatzreserve (ZZR) im inländischen Lebensversicherungsgeschäft sowie positiven Aktienrealisaten im Vorjahresvergleichsquartal in der Rückversicherung.
In der Industriesparte verzeichnete die Talanx zwar mit einem deutlichen Prämienplus von 6,2 Prozent auf 3,8 Mrd. Euro (VJ: 3,5 Mrd.). Mehrere Großschäden sorgten indes für ein deutliches Minus von 224 Mio. Euro (VJ:-1,79 Mio. Euro) und eine höhere Schaden-Kostenquote von 111,7 Prozent (VJ: 110,1 Prozent). Bereits im Sommer musste die Talanx wegen gestiegenen Feuerschäden ihre Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr nach unten korrigieren. "Im verlustreichen Feuerversicherungsgeschäft konnten wir unsere Beiträge im Durchschnitt über das gesamte Portfolio um 14 Prozent anheben. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit dem Programm 20/20/20 das Ziel erreichen werden, die kombinierte Schaden-/Kostenquote in der Feuerversicherung bis 2020 unter 100 Prozent zu senken und damit wieder versicherungstechnisch profitabel zu sein. Langfristig wollen wir weiter international wachsen und sehen in unserem Joint Venture mit der Hannover Rück – der HDI Global Specialty SE – großes Potenzial", kommentiert Christian Hinsch, Talanx-Vorstand für das Industrieversicherungsgeschäft.
In der Privat- und Firmenversicherung International verzeichnete die Talanx ein Plus bei den Beitragseinnahmen um 3,3 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro (VJ: 4,1 Mrd.). Dabei trugen beide Zielregionen Lateinamerika und Europa trugen zu dem Wachstum bei, heißt es bei der Talanx. In Lateinamerika erwies sich demnach die Kfz-Versicherung als Wachstumstreiber des Prämienanstiegs. In Europa war das Prämienwachstum vor allem auf die Zunahme der versicherten Fahrzeuge in Polen bei stabilen Durchschnittsprämien in der Kraftfahrtversicherung zurückzuführen. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote sank um 1,5 Prozentpunkte auf 94,4 Prozent (VJ: 95,9 Prozent).
In der Rückversicherungssparte erwies sich die Schadenbelastung laut Talanx im Rahmen der Erwartungen. Dabei zählten laut Versicherer der Taifun "Jebi" in Japan, die Taifune "Prapiroon" und "Rrami" sowie Hurrikan "Florence" zu den größten Schäden. Die gebuchten Bruttoprämienstiegen um 17,8 Prozent auf 9,7 Mrd. Euro (VJ: 8,2 Mrd.). Die Schaden-Kostenquote sank deutlich auf 96,8 Prozent (VJ: 104,3 Prozent). In der Sparte Personen-Rückversicherung stiegen die Prämieneinnahmen laut Talanx in den ersten neun Monaten 2018 nur leicht um 1,0 Prozent auf 5,335 Mrd. Euro (VJ: 5,284 Mrd.).
Durchatmen können indes die Aktionäre: Demnach soll die Dividende auch in diesem Jahr bei 1,40 Euro je Aktie liegen, so Finanzvorstand Immo Querner. Dabei sollen auch in den kommenden Jahren etwa 35 bis 45 Prozent des Nettogewinns an die Anteilseigner ausgeschütet werden. 
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