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Basilius-Kathedrale in MoskauQuelle: Cornerstone / PIXELIO (www.pixelio.de)
Märkte & Vertrieb

Coface: Die Wirtschaft boomt in Osteuropa

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Mittel- und Osteuropa scheint wirtschaftlich weiter auf Wachstumskurs. Laut einer aktuellen Studie des Kreditversicherers Coface konnten die 500 größte Unternehmen sowohl beim Umsatz, dem Gewinn und der Mitarabeiterzahl zulegen. Die Spitzenposition nimmt dabei erneut die Automobil- und Transportbranche ein.
Demnach zeigen die Analysen eine starke und expandierende MOE-Region mit sinkenden Risiken im Jahr 2017, so der Kreditversicherer. Diese Entwicklung habe sich schließlich auch in höheren Umsätzen (+11,8 Prozent) und einer noch höheren Profitabilität mit einem Pus beim Reingewinn um 16,2 Prozent in den 500 größten Unternehmen der Region nieder. Diese Unternehmen waren auch in der Vergangenheit bedeutende Arbeitgeber der Region. Auch wenn es immer schwieriger werde, neue qualifizierte Mitarbeiter zu finden, konnten die Top 500-Konzerne in Mittel- und Osteuropa die Gesamtzahl der Mitarbeiter um 4,7 Prozent erhöhen.
Dabei stehen laut Coface die drei Schlüsselbranchen der größten Unternehmen der Region (Automotive/Transport, Öl/Gas, Handel) für fast 60 Prozent des Umsatzes. Dennoch wurde der Anstieg des Gesamtumsatzes 2017 von allen Branchen getragen, heißt es beim Kreditversicherer weiter. Die Steigerungsraten liegen dabei zwischen fünf Prozent in der Holz- und Möbelindustrie und 51,4 Prozent bei Textilien, Leder und Bekleidung. Den höchsten Gesamtumsatz verzeichnete die Branche Mineralien, Chemikalien, Erdöl, Kunststoffe und Pharma (hier kurz Öl/Gas genannt) mit 9,5 Mrd. Euro. Schlusslicht war jedoch erneut die Baubranche mit inem enormen Nettoverlust von -118,6 Prozent bei einem gleichzeitigen Umsatzplus von 16 Prozent.
"Die Wirtschaft boomt in Osteuropa. 2017 war ein Spitzenjahr für die MOE-Länder und ihre Big Player. Die Gründe für das Wachstum sind vielfältig. Aber der stärkste Treiber war der Privatkonsum. Hinzu kommt der erhöhte Export. Die Erholung der Eurozone spielt ebenso eine Rolle wie eine verbesserte Nachfrage aus Russland", konstatiert Declan Daly, CEO Coface Central & Eastern Europe. 80 Prozent aller Ausfuhren aus dieser Region gehen dabei laut Kreditversicher in die EU. Russland bleibe zudem für einige Länder, wie beispielsweise die baltischen Staaten, ein wichtiger Handelspartner.
Coface Deutschland · Kreditversicherer · Mittel- und Osteuropa
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