Zurich-Vorstandschef Mario Greco
Zurich-Vorstandschef Mario GrecoQuelle: Zurich
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Zurich zieht sich aus Venezuela zurück

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Schweizer Zurich zeigt sich mit den bisherigen Geschäftsergebnissen in diesem Jahr zufrieden. So legte der Versicherer vor allem bei den Beitragseinnahmen in der Lebensparte deutlich zu. Allerdings machen dem Konzern auch die Schäden aus den Naturkatastrophen in diesem Jahr  zu schaffen. Gleichzeitig will der Versicherer sein kriselndes Geschäft in Venezuela los werden.
Vor allem in der Lebensparte konnte der Konzern bei den Prämieneinnahmen mit 3,570 Mrd. US-Dollar um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (VJ: 3,474 Mrd.) zulegen. Besoners stark konnte die Zurich dabei vor allem in Nord- und Lateinamerika zulegen. Im Kompositgeschäft, der größten Geschäftssparte, fiel der Prämienzuwachs mit zwei Prozent auf 25,870 Mrd. US-Dollar (VJ: 25.345 Mrd.) hingegen eher mäßig aus. Zudem werde die Schadenbelastung durch Naturkatastrophen in diesem Jahr vermutlich leicht über den Erwartungen liegen, teilte die Zurich mit. Konkrete Zahlen wollte der Versicherer zwar nicht nennen. Allerdings dürfte allein Hurrikan "Michael" in Florida im vierten Quartal mit rund 175 Mio. US-Dollar zu Buche schlagen. Zudem gab die Zurich bekannt, ihr kriselndes Geschäft in Venezuela vekaufen zu wollen. Allerdings geht der Versicherer davon aus, dass die Transaktion den Gewinn im Jahr 2019 aufgrund negativer Währungseffekte mit 258 Mio. Dollar belasten wird.
Dennoch sei man aber mit den bis 2019 gesetzten Ziele "auf Kurs", konstatiert Finanzvorstand George Quinn. "Unser Lebensversicherungsgeschäft erzielt weiterhin sehr starke Leistungen, und die Farmers Exchanges verzeichnen bei wichtigen Kundenkennzahlen und der Ertragskraft klare Aufwärtstrends. Im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft legen wir den Fokus in einem nach wie vor herausfordernden Umfeld weiterhin auf Rentabilität anstelle von Umsatzvolumen. Mit der angekündigten Übernahme von Adira Insurance in Indonesien und der Integration der in Lateinamerika übernommenen Geschäftsbereiche von QBE setzen wir weiterhin unsere Strategie um", erläutert der Zurich-Vorstand.
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