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Politik & Regulierung

So müssen sich Vermittler laut IDD weiterbilden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Geschichte der IDD- Weiterbildung ist eine Geschichte voller Missverständnisse, glaubt die Going Public! Akademie für Finanzberatung.  Deswegen hat sie einen FAQ, Fragenkatalog inklusive Antworten, entwickelt, um den Vermittlern die Angst vor Fehlern zu nehmen. Auf VWheute können Sie das Wichtigste gerafft lesen.

Es gibt keine IDD- oder Weiterbildungspunkte, es werden nur Zeitstunden für die Erfüllung der Weiterbildungspflicht herangezogen. Im Jahr muss sich 15 Stunden weitergebildet werden, die Anforderung gilt bereits für das Jahr 2018.

 

Weiterbilden müssen sich laut Going Public "alle im Versicherungsvertrieb". Das sind nach neuer Definition des Versicherungsvertriebs: "Versicherungsvermittler, die unmittelbar an der Vermittlung oder Beratung beteiligt sind (gem. § 34d Abs. 1 GewO). Somit jeder, der zu Versicherungsverträgen berät, diese abschließt oder vermittelt, bei der Verwaltung, Erfüllung von Versicherungsvertragen, insbesondere im Schadenfall, mitwirkt."

 

Darunter fallen laut dem Dienstleister Versicherungsmakler und -vertreter, Versicherungsberater, gebundene Versicherungsvermittler und deren unmittelbar bei der Vermittlung und Beratung mitwirkende Beschäftigten. Auch fallen alle Personen unter die Regelung, die in der Leitung des Gewerbebetriebs für die Versicherungsvermittlung verantwortlich sind.

 

Ausnahmen und Teilzeitmitarbeiter

 

Es müssen sich auch Angestellte weiterbilden, wenn sie in der Vermittlung oder Beratung tätig sein. Aber auch Mitarbeiter/-innen in der Vertragsverwaltung oder Schadenbearbeitung. Das gelte übrigens auch für Angestellte von Versicherungsunternehmen, die unmittelbar oder maßgeblich am Versicherungsvertrieb beteiligt sind (§ 48 Abs. 2 VAG).

 

Die Weiterbildungspflicht der Backoffice-Mitarbeiter/-innen entscheidet sich laut dem Dienstleister daran, ob sich aus der Verwaltungstätigkeit "Beratungs- und Informationspflichten" ergeben. Das können im Einzelfall nur die Arbeitgeber/Unternehmen entscheiden. Die Weiterbildungspflicht hängt aber nicht davon ab, ob man Kundenkontakt hat oder nicht.

 

Die Weiterbildungspflicht kann allerdings "auf eine angemessene Anzahl von aufsichtsführenden Personen delegiert werden". Dieses Delegationsprinzip beziehe sich auf die Führungsaufgaben der Leitungsebene. Die persönliche Weiterbildungspflicht der Vertriebs- und Servicekräfte kann nicht delegiert werden. Leitsatz sei: "Wer selber Versicherungen vermittelt oder Kunden dazu berät oder solche Tätigkeiten beaufsichtigt oder maßgeblich beeinflusst, muss die Weiterbildungspflicht erfüllen."

 

Auch Teilzeitmitarbeiter und geringfügig Beschäftigte sind im vollen Umfang zur Weiterbildung verpflichtet, produktakzessorische Vermittler müssen sich ebenfalls regelmäßig weiterbilden. Jedoch werden hier nicht die obligatorischen 15 Zeitstunden gefordert. Sie müssen sich aber über "geeignete Maßnahmen" regelmäßig weiterbilden. Versicherungsunternehmen müssen dies anlassbezogen überprüfen. Annex-Vermittler fallen nicht unter die Weiterbildungspflicht.

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