Annelie Buntenbach
Annelie BuntenbachQuelle: Manfred Brüss
Politik & Regulierung

Rentenversicherung rechnet für 2018 mit höheren Überschüssen

Von Manfred BrüssTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Deutsche Rentenversicherung Bund rechnet für das laufende Jahr mit einem Einnahmeüberschuss von 4,05 Mrd. Euro nach einem Plus von 0,53 Mrd. Euro im vergangenen Jahr. Die Rentner könnten auch im kommenden Jahr nach aktuellen Einschätzungen  kräftige Rentenerhöhungen von 3,18 Prozent im Westen und 3,91 Prozent im Oste erhalten, wie die aktuelle Vorsitzende des Bundesvorstands der Deutschen Rentenversicherung, DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach, auf dem Presseseminar in Würzburg erläuterte.

Mit dem heute im Deutschen Bundestag zur Verabschiedung anstehenden Rentenpakets der Bundesregierung dürfte sich dieses im Jahr 2020 nach  vorläufigen Berechnungen um 0,9 Prozent dämpfend auf die nächste Rentenanpassung auswirken.

Renteneinnahmen steigen erstmals über 300 Mrd. Euro

Nach Angeben der Rentenversicherung werden die Einnahmen in diesem Jahr um rund  4,3 Prozent steigen und mit 306,3 Mrd. Euro erstmals die Marke von 300 Mrd. Euro übertreffen. Dabei wird unterstellt, dass die Beitragseinnahmen um 5,0 Prozent auf 235,8 Mrd. Euro  dank der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt zunehmen werden. Die Bundeszuschüsse steigen dieses Jahr um 2,5 Prozent auf 69,5 Mrd. Euro an. Die Ausgaben dürften sich in diesem Jahr nur um 3,1 Prozent auf 302,3 Mrd. Euro erhöhen. Dabei dürften als zentraler Posten die Rentenzahlungen um 3,2 Prozent auf 263 Mrd. Euro anwachsen.

Das jetzt zu verabschiedene Rentenpaket verzichtet ausdrücklich darauf, vom kommenden Jahr an den Rentenbeitrag auf 18,2 von 18,6 Prozent abzusenken. Buntenbach hielt dies aufgrund der Herausforderungen die die Haltelinien bis zum Jahr 2025 beim Rentenniveau (mindestens 48 Prozent) und beim Beitrag (Anstieg höchstens auf 20 Prozent) für richtig. Der alternierende Vorsitzende des Bundesvorstands der Rentenversicherung, Alexander Gunkel von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), hätte es lieber gesehen, wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber beim Beitrag um sechs Mrd. Euro im Jahr entlastet worden wären.
gesetzliche Rentenversicherung · Annelie Buntenbach
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