Joachim Wenning, Vorstandsvorsitzender der Munich Re
Joachim Wenning, Vorstandsvorsitzender der Munich ReQuelle: Munich Re
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Munich Re trotzt den Naturgewalten - Ergo übertrifft die Erwartungen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Naturkatastrophen in diesem Jahr sind an der Munich Re bislang recht glimpflich vorbei gegangen. So erzielte der Rückversicherer in den ersten neun Monaten des Jahres einen Gewinn von rund 2,038 Mrd. Euro. Mit einem Überschuss von 483 Mio. Euro im dritten Quartal liegt die Munich Re demnach sogar noch über den Erwartungen der Analysten. Für das Gesamtjahr halten die Münchener daher auch weiterhin an ihrer Gewinnprognose von etwa 2,1 bis 2,5 Mrd. Euro fest. Auch bei der Ergo läuft es derzeit anscheinend besser als bislang erwartet.
Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen in den ersten neun Monaten des Jahres hingegen nur leicht um 0,3 Prozent auf 37,104 Mrd. Euro (VJ: 37,004 Mrd.). Schwarze Zahlen schrieb die Munich Re in diesem Jahr vor allem wieder in der Schaden/Unfall-Rückversicherung. So trug das Geschäftsfeld mit einem Gewinn von 1,076 Mrd. Euro in den ersten neun Monaten bei. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Verlust von 667 Mio. Euro zu Buche. Die Beitragseinnahmen stiegen in den ersten neun Monaten des Jahres um deutliche 16,1 Prozent auf 15.705 Mrd. Euro (VJ: 13,524 Mrd.). Die Schaden-Kosten-Quote sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 64,0 Prozent (VJ: 84,8 Prozent). Die Belastungen aus Naturkatastrophen summierten sich seit Jahresbeginn auf 559 Mio. Euro (VJ: 3.186). Davon entfielen allein 505 Mio. Euro auf das dritte Quartal 2018 (VJ: 2.965 Mio.). Die größten Schäden verursachten die im September auftretenden Wirbelstürme "Jebi" und "Florence". Taifun "Jebi" brachte dabei laut Rückversicherer schwere Verwüstungen in Japan, Hurrikan "Florence" suchte vor allem die Ostküste der USA heim. Dabei rechnet die Munich Re mit einer Belastungen aus beiden Naturkatastrophenmit in einer Größenordnung von jeweils rund 300 Mio. Euro. Die Belastungen aus von Menschen verursachten Schäden summierten sich seit Jahresbeginn auf 707 Mio. Euro (VJ: 635 Mio.). Davon entfielen 94 Mio. Euro allein das dritte Quartal dieses Jahres (VJ: 200 Mio.). In der Leben- und Gesundheitssparte stieg der Gewinn nach Unternehmensangaben um 103,3 Prozent auf 603 Mio. Euro (VJ: 297 Mio.). Die Prämieneinnahmen gingen hingegen um 22,1 Prozent auf 7,980 Mrd. Euro (VJ: 10,246 Mrd.) zurück.
"Mit dem guten Q3-Ergebnis sind wir auf dem Weg, unser Gewinnziel für 2018 zu erreichen – trotz der Serie großer Naturkatastrophen, die auch im vierten Quartal nicht abreißt. In Zeiten von Klimawandel und wachsenden wirtschaftlichen Risiken wird der Wert von erstklassigem Erst- und Rückversicherungsschutz deutlich."
Jörg Schneider, Finanzvorstand der Munich Re

Ergo macht Freude und mehr Gewinn

Bei der Konzerntochter Ergo scheint es in diesem Jahr ebenfalls deutlich besser zu laufen als bislang gedacht. So legte der Düsseldorfer Versicherer beim Gewinn in den ersten neun Monaten um satte 59,9 Prozent auf 359 Mio, Euro (VJ: 224 Mio.) zu. Die Beittrageinnahmen stiegen leicht um 1,4 Prozent auf 13,423 Mrd. Euro (VJ: 13,234 Mrd.). Die Schaden-Kosten-Quote sank auf dem deutschen Markt in den ersten neun Monaten des Jahres auf 95,3 Prozent (VJ: 96,6 Prozent). Aufgrund der bisherigen Geschäftsentwicklung wurde die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr daher von bislang 200 bis 300 Mio. Euro auf nun 350 Mio. angehoben. Die übrigen Erwartungen für 2018 haben nach Angaben der Munich Re hingegen nicht verändert. So strebt der Rückversicherer für das Geschäftsjahr 2018 weiterhin ein Konzernergebnis in einer Spanne von 2,1 bis 2,5 Mrd. Euro an.
Munich Re · Rückversicherer · Ergo
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