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Politik & Regulierung

Flüchtiger Hund verursacht Zug-Schaf-Kollision

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
51 Schafe sowie je ein Hund und Zug – das sind die Bestandteile einer für Tierliebhaber schwer zu verdauenden Geschichte und ein Beweis, warum sowohl eine Tierhalterhaftpflicht wie auch eine Betriebshaftpflicht-Versicherung sinnvoll sind.

 

In Singen am Bodensee (Baden-Württemberg) stob ein Hund in eine Schafherde, wie SWP meldete. Die hundert Tier starke Gruppe stob auseinander, rund die Hälfte der Tiere rannte in Panik auf die Bahngleise, auf denen, wie es der makabre Zufall will, gerade ein Zug kam: 49 Tiere starben und der Zug wurde beschädigt.

 

Eine Frage ist neben dem Verschulden des Hundehalters, wie es zu diesem Blutbad kommen konnte. Die Normalspur der Schiene hat eine Breite von rund 1,45 Meter, ein Schaf ist zwischen 1,2 und 1,8 Meter groß, die 49 Tier müssen sich also hintereinander oder in Zweierreihen auf das Gleis gestellt haben, damit es zu dieser Massentötung kommen konnte. Welche Schäden der Zug davongetragen haben soll, bleibt auch unklar.

 

Die Schäden an der Lok beschäftigen die Halterin der Schafe, sie hofft, dass die Betriebshaftpflicht für den Schaden aufkommt, denn Hund und Halter sind unerkannt entkommen und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden.

 

Wäre der Hundehalter ehrlich gewesen, hätte seine Tierhalterhaftpflicht-Versicherung den Schaden an Schaf und Zug erstatte, so muss eventuell die Hirtin der Schafe beziehungsweise deren Versicherung einspringen. Ärgerlich und unnötig, dass es zum Tod von Lebewesen kam und ein Dritter für einen Schaden aufkommen muss, den ein unvorsichtiger und flüchtiger Hundehalter verursacht hat.

Tierhalterhaftpflicht · Betriebsschäden · Hundehaftpflicht · Deutsche Bahn
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