Martin Gräfer
Martin GräferQuelle: die Bayerische
Märkte & Vertrieb

Bayerische-Vorstand Gräfer: "Wer sich selbst nicht hinterfragt, den fragt bald niemand mehr"

Von Martin GräferTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wie rüstet sich eine mittelständische Versicherungsgruppe für die Zukunft? So stolz wir unsere Historie auch feiern, es ist kein Grund, sich zurückzulehnen – im Gegenteil: Aktuell haben wir uns das umfangreichste Transformationsprogramm unserer Geschichte verordnet. Wir erstellen gerade eine neue DNA und verändern unsere strategische Ausrichtung, um in diesen Zeiten des Umbruchs in der Versicherungsbranche bestens für die Zukunft aufgestellt zu sein. Dazu ist es notwendig, neu zu denken und sich kritisch mit dem Erreichten auseinanderzusetzen.

Mit unserem neuen Transformationsprogramm mit dem Titel „die Bayerische goes Amazon“ verfolgen wir kompromisslos das Ziel, uns auf den Kunden auszurichten. Wir wollen natürlich den amerikanischen Online-Händler nicht kopieren, sondern uns dessen konsequente Kundenorientierung zu eigen machen. Für diesen Veränderungsprozess sind wir bereit, sprichwörtlich keinen Stein auf dem anderen zu lassen. Das ist keine Aufgabe, die wir von heute auf morgen erfüllen werden. Doch sie beginnt mit den ersten Schritten. Wir investieren in unsere Prozesse, in unsere IT, wir stellen Mitarbeiter ein – die Gruppe insgesamt steigert ihr Personal allein in diesem Jahr um zwölf Prozent. 


Kundenbedürfnisse ändern sich, das haben sie schon immer getan. Doch diesmal geht es um weit mehr. Einer der wichtigsten Auslöser der aktuellen Umwälzungen ist die Digitalisierung. Sie durchdringt alle Lebensbereiche. Noch wissen wir nicht, wohin das alles führt.

 

Doch als die Bayerische werden wir die Entwicklung mitgestalten. Wir gehen der Zeit voran, sonst geht sie über uns hinweg. Und das ist unsere Vision auf den Punkt gebracht: Wir von der Bayerischen denken deutlich über die Grenzen des klassischen Versicherns hinaus, wir wollen uns auf Vorsorge konzentrieren und dazu beitragen, das Versichern vielleicht sogar überflüssig zu machen. 


"Bei uns steht der Kunde im Mittelpunkt", das wissen wir, ist ein großes Versprechen. Im Mittelpunkt unseres Denkens steht nicht das eigene Unternehmen, sondern es dreht sich alles um unsere Versicherten. Dass wir unseren Kunden als Mitgliedern unseres Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit gleichzeitig auch verpflichtet sind, erleichtert das Umdenken ungemein. Internetfirmen haben vorgemacht, wie man aus konsequenter Kundenorientierung zu umwälzenden Lösungen kommt.

 

Auch die Versicherungsbranche steht vor der Herausforderung, ihre Kundenbeziehungen und Geschäftsmodelle zu hinterfragen. Doch bei dieser Aufgabe ist Größe kein Vorteil – im Gegenteil: Die nicht so Großen sind schneller und wendiger, wenn es darum geht, bessere Leistungen und Services anzubieten. So sieht sich die Bayerische als 160 Jahre junger Mittelständler in einer hervorragenden Ausgangsposition. Aber am Ende zählt bei den Neuerungen nur eins: Es muss den Kunden und Partnern helfen. 

Martin Gräfer · die Bayerische
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