Einbrecher
EinbrecherQuelle: Bernd Kasper / PIXELIO (www.pixelio.de)
Politik & Regulierung

Versicherer rechnen in diesem Jahr mit weniger Einbrüchen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die deutschen Versicherer rechnen in diesem Jahr mit einem weiteren Rückgang der Wohnungseinbrüche in Deutschland. "Verläuft das vierte Quartal nicht außergewöhnlich, werden wir das dritte Jahr in Folge einen Rückgang der Einbrüche in Deutschland verzeichnen. Das zeigen die Daten der Versicherungswirtschaft bis September. Verstetigt sich die positive Entwicklung, wäre das der dritte Rückgang der Schäden in Folge", konstatiert Hauptgeschäftsführer Jörg von Fürs­ten­werth.
Einen wesentlichen Grund für diese Entwicklung sieht von Fürstenwerth vor allem in einer besseren Prävention: "Die staatliche Förderung für Einbruchschutz durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau haben viele Hausbesitzer in Anspruch genommen. Fast 45 Prozent der Einbruchsversuche werden abgebrochen, wenn Täter nicht schnell genug reinkommen", heißt es in seiner aktuellen Kolumne. Zudem würden rund " 43 Prozent der Einbruchsversuche scheitern an eingebauter Sicherungstechnik. Haus- und Wohnungseinbrecher sind häufig Gelegenheitstäter, die sich durch gute mechanische und elektronische Sicherungen abhalten lassen". Entwarnung wollen die Versicherer hingegen nicht geben: So beginne schließlich mit der dunklen Jahreszeit ab Oktober erst "die Hauptsaison der Einbrecher".
Allein im letzten Jahr mussten die Versicherer nach Angaben des GDV rund 360 Mio. Euro für die Schäden aus Wohnungseinbrüchen aufwenden.um Vergleich: in den letzten fünf Jahren machten diese im Schnitt jeweils rund eine halbe Mrd. Euro aus. Gleichzeitig sank die Zahl der versicherten Einbrüche im Jahr 2017 um rund 20 Prozent auf 120.000, heißt es beim GDV weiter. In der Statistik enthalten sind auch Einbrüche in Keller, Dachböden oder Hauswirtschaftsräume. Die meisten Wohnungseinbrüche gab es demnach mit deutlichem Abstand in Nordrhein-Westfalen (39.057 - minus 25,7 Prozent gegenüber 2016), gefolgt von Niedersachsen (13.595 - minus 15,9 Prozent) und Berlin (8.580 - minus 25,7 Prozent). Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit 1.180 Wohnungseinbrüchen (minus 20,1 Prozent).
GDV · Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft · Wohnungseinbrüche
Auch interessant
Zurück
14.09.2018VWheute
GDV: Land­kreis Deggen­dorf leidet am schlimmsten unter Wetter­ex­tremen Exterme Unwetter machen den Deutschen in den vergangenen Jahren zunehmend zu …
GDV: Land­kreis Deggen­dorf leidet am schlimmsten unter Wetter­ex­tremen
Exterme Unwetter machen den Deutschen in den vergangenen Jahren zunehmend zu schaffen. Nun hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erstmals eine Langfristbilanz für den Zeitraum von…
11.09.2018VWheute
Hannover Rück und Swiss Re rechnen für 2019 mit stabilen Preisen Den Rückversicherern, welche in diesen Tagen zum Rendez-Vous im mondänen Monte Carlo …
Hannover Rück und Swiss Re rechnen für 2019 mit stabilen Preisen
Den Rückversicherern, welche in diesen Tagen zum Rendez-Vous im mondänen Monte Carlo zusammenkommen, machen die momentanen Preise auf dem Markt noch immer zu schaffen - und dies trotz der hohen Schadenbelastung im …
11.09.2018VWheute
Allianz-Vorstand Hipp: Keine voll­au­to­ma­ti­sierten Autos in fünf bis zehn Jahren Wie sieht die Kfz-Versicherung der Zukunft aus? Und welche …
Allianz-Vorstand Hipp: Keine voll­au­to­ma­ti­sierten Autos in fünf bis zehn Jahren
Wie sieht die Kfz-Versicherung der Zukunft aus? Und welche Auswirkungen hat der technologische Fortschritt für die Risikobewertung der Versicherer. VWheute hat Jörg Hipp, Allianz-Vorstand für das …
05.09.2018VWheute
Aon: Unter­nehmen fürchten sich mehr vor recht­li­chen Risiken Haftpflichtrisiken oder regulatorische Vorgaben bereiten den Unternehmen derzeit mehr …
Aon: Unter­nehmen fürchten sich mehr vor recht­li­chen Risiken
Haftpflichtrisiken oder regulatorische Vorgaben bereiten den Unternehmen derzeit mehr Kopfschmerzen als die Furcht vor Betriebsgefahren. Die aktuelle Entwicklung liefere Anlass zur Sorge, weil sich manche Paragrafen …
Weiter