Angela Merkel
Angela MerkelQuelle: CDU-Pressestelle
Politik & Regulierung

Merkels Rückzug ist ein Paukenschlag für die Versicherungswirtschaft

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Das Bild, das die Bundesregierung abgibt, ist inakzeptabel", sagte Angela Merkel, als sie ihren Rücktritt vom Parteivorsitz bekanntgab. Dass sie Kanzlerin bleibe, "biete sie an", doch innerparteilich werde es Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Das gilt auch für die Versicherungswirtschaft.

Ob Merkel ihre Kanzlerschaft halten kann, ist offen. Die SPD, in den Wahlen in Hessen und Bayern noch kräftiger gerupft als die CDU, stellt bereits Forderungen für den Weiterbestand der Koalition. Diese sollen unter anderem die Einführung einer Grundrente und ein Kita-Gesetz innerhalb der nächsten zwölf Monate beinhalten. Es ist also nicht gesagt, ob nicht Neuwahlen kommen werden.

 

Dass der Nachfolger Merkels beim Parteivorsitz auch der nächste Kanzlerkandidat werden wird, ist wahrscheinlich. Als Nachfolger bei der im Dezember stattfindenden Wahl werden der PKV-freundliche Gesundheitsminister Jens Spahn, der nordrheinwestfälische Ministerpräsident Armin Laschet und die Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer gehandelt. Die Axel-Springer-Presse brachte sogar Friedrich Merz in Spiel, der mittlerweile bei Blackrock Deutschland den Aufsichtsrat anführt und sich vor 14 Jahren aus der Politik zurückzog.

 

Was kommt?

 

Mit Ausnahme von Kramp-Karrenbauer, die in der Beziehung unbeschrieben ist, sind die weiteren Kandidaten eher als versicherungsfreundlich einzuschätzen. Laschet regiert mit der FDP unternehmensfreundlich, Spahn will am dualen System in der PKV festhalten und wie viele Aufsichtsratsposten Friedrich Merz in der Versicherungswirtschaft innehat(te), ist ungezählt.

 

Bisher konnte sich die Versicherungswirtschaft bei den CDU-geführten Regierungen der letzten Jahre immer darauf verlassen, ein offenes Ohr zu finden. Wie das bei einer zerstrittenen CDU aussieht, die um einen neuen Kurs ringt und gleichzeitig eine angeschlagene Kanzlerin bis zum Jahr 2021 stützen will, ist so offen wie der Fortbestand der Koalition.

 

Ebenso ist nicht klar, wie die Kandidaten zur Branche stehen, wenn Entscheidungen wie die Einführung des Provisionsdeckel thematisiert werden. Die Entscheidung Merkels ist für die Versicherungswirtschaft ebenso eine Zäsur wie für Deutschland, der Ausgang ist offen.

Angela Merkel · CDU · Versicherungswirtschaft (Insurance Industry)
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