Philippe Donnet
Philippe DonnetQuelle: Generali
Unternehmen & Management

Donnet: "Sind bei Umsätzen die Nummer 1 – vor der Allianz und Axa"

Von Maximilian VolzTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wird 2019 das Jahr der Generali? Die Italiener befinden sich im Angriffsmodus und wollen mit den durch Verkäufe eingenommenen Geld an die Spitze. Helfen sollen die Lebensversicherung und der Außendienst: "Wir sind wieder in der Offensive, auch in Deutschland", erklärte der General-CEO Philippe Donnet gegenüber der Süddeutschen Zeitung (SZ).

 

Der Weg der Generali wird in den kommenden Wochen vorgestellt, doch der Chef hat sich in einem Interview in die Karten blicken lassen. An Selbstvertrauen mangelt es den Italienern nicht, das Unternehmen sei "sehr stark", ohne die politischen Turbulenzen in Italien würden es sogar "noch besser dastehen", sagte Donnet gegnüber der SZ.

 

Für wie wirkungsmächtig er das Unternehmen hält, erklärt folgende Aussage: "Im Weltmaßstab gehören wir zu den führenden Konzernen. Wenn wir nur die Umsätze in Europa betrachten, sind wir die Nummer eins und liegen vor Allianz und Axa." Gerade Deutschland ist dem Unternehmen wichtig: Die Generali habe "große Pläne für unser künftiges Wachstum in Deutschland".

 

Verkäufe als Basis

 

Mit Verkäufen hatte die Generali zuletzt Geld eingenommen, derzeit stehe man bei 1,5 Milliarden Euro, ohne den Verkauf der Generali Leben einzurechnen. Das habe zu einer starken Kapitalbasis und guten Ergebnissen geführt, zudem konnte in "vielen Ländern" die Marktposition "deutlich ausgebaut" werden.

 

Bisherige Kaufobjekte waren in Polen und Slowenien Versicherer. Es wurde aber auch in die Vermögensverwaltung investiert, denn trotz rund 500 Milliarden Euro an Kapitalanlagen, habe man bislang keinen eigenen Vermögensverwalter gehabt. Dieser Umstand "werde gerade geändert".

 

Die Lebensversicherung und Vertrieb

 

Trotz des Verkaufs der deutschen LV-Tochter ist die Lebensversicherung weiterhin wichtig. "Wir glauben auch, dass man in Zeiten von Niedrigzinsen damit Geld verdienen kann und bieten ein ausgezeichnetes Produktportfolio", aus diesem Grund werde die Generali "definitiv in der Lebensversicherung bleiben", erklärte Donnet gegenüber der SZ.

 

Am Außendienst wolle das Unternehmen festhalten, denn der Kunde soll seinen Weg des Abschlusses selbst wählen können. Zudem seien "die Kostensätze der Direktversicherer nicht viel niedriger als die der Anbieter mit Vertretern und Maklern", das läge besonders an den hohen Kosten für digitales Marketing.

 

Den Verkauf an Viridium verteidigte Donner und erläutertet den Plan, zusammen mit Cinven und der Hannover Rück, eine starke Management-Plattform aufzubauen, "die Bestände effizient abwickeln kann". Das sei für das Unternehmen und Kunden "die beste Lösung".

Generali Group · Philippe Donnet · 2019
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