Bankenstudie: Höhere Nachfrage nach Restkreditversicherung
Bankenstudie: Höhere Nachfrage nach RestkreditversicherungQuelle: Rike / PIXELIO (www.pixelio.de)
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Bankenverband: Zunehmende Nachfrage nach Restkreditversicherungen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Restkreditversicherungen scheinen bei den Verbrauchern auf immer größeres Interesse zu stoßen. Aktuell hat jeder dritte Ratenkreditnutzer eine Restkreditversicherung (RKV) abgeschlossen, um die Risiken Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit oder Tod des Partners abzudecken, heißt es in einer aktuellen Marktstudie der GfK Finanzmarktforschung im Auftrag des Bankenfachverbandes (BFACH).
Demnach haben laut Studie in diesem Jahr rund 32 Prozent der deutschen Kreditnehmer eine entsprechende Versicherung abgeschlossen. Zum Vergleich: im Jahr 2017 waren es noch 28 Prozent. 68 Prozent der insgesamt 1.830 Befragten zwischen 18 und 69 Jahren sind demnach mit ihrer Restkreditversicherung zufrieden. Im vergangenen Jahr waren es noch 60 Prozent.
80 Prozent der Bundesbürger erwarten zudem, dass die Bank beim Abschluss eines Kredites über mögliche Risiken während der Laufzeit informieren sollte. Weitere 70 Prozent meinen zudem, dass die Bank beim Abschluss die verschiedenen Absicherungsmöglichkeiten der
Restkreditversicherung (z. B. bei Arbeitslosigkeit, bei Tod) aufzeigen und anbieten sollte.
Die meisten Restkreditversicherungen enthalten demnach eine Kombination der Risiken "Tod, Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit" - jedoch mit sinkender Tendenz. Demnach setzen 37 Prozent der Befragten dabei auf eine Absicherung gegen Tod, Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit (2017: 45 Prozent). Allerdings setzen 26 Prozent auf eine reine Absicherung im Todesfall (2017: 23 Prozent) und elf Prozent einen Versicherungsschutz ausschließlich gegen Tod und Arbeitsunfähigkeit (2018: fünf Prozent).
Und dennoch: Bei Verbraucherschützern zähen Restschuldversicherungen nicht gerade zu den absoluten Lieblingen. Ein zentraler Vorwurf: Bei entsprechenden Policen handele es sich um überteuerte Produkte mit einem lückenhaften Versicherungsschutz. Zudem könnten die Provisionen schon einmal mehr als die Hälfte der Versicherungsprämie ausmachen. Dies würde entsprechende Fehlanreize setzen, um Restschuldversicherungen an den Bedürfnissen der Verbraucher vorbei zu verkaufen, heißt es in einem aktuellen Positionspapier der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).
Bankenverband · Restkreditversicherung
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